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Die Bilfinger um Stürmer Oguzhan Celebi (in der Luft) müssen sich in der Rückrunde mächtig strecken, um den Klassenerhalt in der Verbandsliga zu schaffen. Im Hintergrund Torhüter Mathias Dörrich und Benjamin Krause (in grün). Foto: PZ-Archiv, Hennrich
Die Bilfinger um Stürmer Oguzhan Celebi (in der Luft) müssen sich in der Rückrunde mächtig strecken, um den Klassenerhalt in der Verbandsliga zu schaffen. Im Hintergrund Torhüter Mathias Dörrich und Benjamin Krause (in grün). Foto: PZ-Archiv, Hennrich
28.02.2018

Fußball-Verbandsligist TuS Bilfingen kämpft ab Samstag um den Klassenerhalt

Kämpfelbach-Bilfingen. Fünfeinhalb Wochen Vorbereitung sind vorbei. Wenn das Wetter und die Platzverhältnisse mitspielen, steigt der TuS Bilfingen am Samstag mit einem Heimspiel (15.00 Uhr) gegen Olympia Kirrlach wieder in die Punktejagd in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden ein. Auf die Mannschaft von Spielertrainer Dejan Svjetlanovic wartet eine harte Rückrunde.

Schließlich hatte sein Team in der Vorrunde mit einigen Problemen zu kämpfen und steht derzeit mit 14 Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz. Die PZ erklärt, wie die Vorbereitung in der Winterpause verlief und was sich Svjetlanovic und Co. für die Rückrunde vorgenommen haben.

Hat Dejan Svjetlanovic seine Jungs gut auf die Rückrunde vorbereiten können?

Überhaupt nicht! „Die Vorbereitung war alles andere als einfach. Sie war schwierig bis sehr schwierig“, berichtet der 37-jährige Spielertrainer. Verletzte und kranke Spieler ließen keinen geregelten Trainingsablauf zu. Zudem spielte das Wetter nicht mit. Die Bilfinger wichen deshalb auf die Sportschule Schöneck, ins Fitnessstudio oder in die Jako-Arena Stupferich aus. Die Testspiele waren alles andere als erfolgreich: u.a. 1:5 gegen FC Nöttingen, 2:4 gegen Reichenbach, 1:5 gegen CfR Pforzheim, 0:7 gegen Birkenfeld.

In der Hinrunde machte sich vor allem der dünne Kader der Bilfinger bemerkbar. Wen hat der TuS in der Winterpause verpflichten können?

„Wir wollten uns vorwiegend in der Offensive verstärken, aber da war nichts zu machen“, sagt Svjetlanovic. Zwei Mittelfeldspieler konnte man allerdings an Land ziehen. Von der Spvgg Zaisersweiher kam Hüseyin Kücük (21), vom 1. FC Bruchsal Gonas Panneerselam (24), den man noch aus Verbandsligazeiten (2015/16) vom SV Kickers Pforzheim kennt. Während Kücük noch etwas Zeit braucht, um den Sprung von der A-Klasse in die Verbandsliga zu schaffen, dürfte Panneerselvam, der aus Sri Lanka stammt und beim KSC in der Jugend spielte, im zentralen Mittelfeld eine Option sein. „Er braucht aber noch etwas Spielpraxis“, so Svjetlanovic über den Neuzugang, der in der Hinrunde in Bruchsal vorwiegend eingewechselt wurde. Mittelfeldspieler Yannik Fuchs wechselte in der Winterpause zum FC Nöttingen II.

Warum steht der TUS zur Hälfte seiner zweiten Saison in der Verbandsliga auf einem Abstiegsplatz (14.)?

Dafür gibt es viele Faktoren: In der Hinrunde fielen teilweise sechs Stammspieler verletzt aus. Hinzu kamen Spieler, die beruflich und privat verhindert waren. Zum Teil fehlte die komplette Bilfinger Offensive. Aufgrund individueller Fehler wurden einige Spiele knapp verloren: Fünf Mal gab es ein 0:1, zwei Spiele gingen nach einer 2:1-Führung noch an den Gegner. Außerdem verlor man einige Partien in den letzten Spielminuten. „Da war auch viel Pech dabei“, weiß Svjetlanovic, der sich in der Rückrunde auch mal das Quäntchen Glück wünscht. Schließlich habe man nie eine völlig desolate Leistung abgeliefert.

Was macht Hoffnung auf eine bessere Rückrunde?

„Die Mannschaft hat die Qualität, die Liga zu halten“, sagt Svjetlanovic und verweist auf seine erfahrenen Akteure wie Torhüter Mathias Dörrich, Jens Helfrich, Benjamin Krause, Sascha Mörgenthaler oder auch Oguzhan Celebi. „Wir müssen nur alle fit sein und in den Rhythmus kommen, dann bin ich zuversichtlich“, so der Spielertrainer. Seiner Meinung nach wird der Klassenerhalt allerdings erst am letzten Spieltag entschieden.

Welche Teams kämpfen noch um den Ligaverbleib?

Schlusslicht Gommersdorf ist mit vier Punkten wohl nicht mehr zu retten. Ansonsten liegen die Teams ab Tabellenplatz sieben eng beieinander. Noch nicht sicher fühlen dürfen sich: Gartenstadt (7./22 Punkte), Kirrlach (8./21), HD-Kirchheim (9./19), Schwetzingen (10./19), Neckarelz (11./18), ASV Durlach (12./18), Zuzenhausen (13./17) und Espanol Karlsruhe (15./13). TuS Bilfingen als Tabellen-14. hat mit 14 Punkten derzeit drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz.

Blick nach oben: Wer macht das Rennen um die Meisterschaft? Der VfB Mannheim (1./35) oder Germania Friedrichstal (2./35)?

Svjetlanovic: „Ich denke, Mannheim macht’s. In Friedrichstal wird Marcelus Noukiatchom zur neuen Saison Trainer. Ich denke mal, die wollen nicht unbedingt hoch. Nicht vergessen sollte man im Titelrennen Heddesheim (3./31).“

Wer fällt für das Heimspiel am Samstag gegen Kirrlach aus?

Abwehrspieler Marius Kraus (Bänderriss Schulter), Angreifer Lars Kuhn (Schambeinentzündung). Die Mittelfeldspieler Murat Ertugrul (krank) und Jeremy Westphalen (Schambeinentzündung) sowie Stürmer Kevin Geiger, der nach einem Auslandsaufenthalt in Irland erst wieder im April zurückkommt.

Bleibt noch die Trainerfrage zu klären: Wird das Duo Dejan Svjetlanovic/Reiner Ackermann auch in der kommenden Saison den TuS trainieren?

Ja, beide haben – egal in welcher Liga man in der kommenden Saison spielt – mündlich verlängert. „Es ist gewiss nicht immer leicht“, sagt Svjetlanovic, „doch ich weiß, was ich an Bilfingen habe. Der Verein wächst von Jahr zu Jahr. Hier entwickelt sich was.“ In Zukunft sollen unter anderem neue Parkplätze entstehen und der Hartplatz zum Trainingsplatz umgebaut werden.