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© Symbolbild: dpa
30.10.2017

Fußball-Wahnsinn: Fankleidung geraubt, Festnahmen, Platzverweise

Karlsruhe. Am Abend vor dem Heimspiel des Karlsruher SC gegen den 1. FC Magdeburg kam es zu einem Raubdelikt von Fankleidung zum Nachteil zweier Gästefans. Der Polizeieinsatz am Sonntagmittag verlief überwiegend friedlich. Nach dem Spiel erteilte die Polizei einen Platzverweis gegen eine Gruppe von KSC-Fans in der Karlsruher Innenstadt.

Am Samstagabend um 18 Uhr warteten zwei 18-jährige Fans aus Magdeburg vor ihrem Hotel an der Ebertstraße, als zwei Männer im Alter von jeweils 28 Jahren auf sie zugingen und die Herausgabe eines Fan-Pullovers forderten. Die von den Tatverdächtigen ausgesprochenen Drohungen wurden noch mit einer Ohrfeige bekräftigt. Im Besitz des Pullovers und eines Fanschals fuhren die Tatverdächtigen schließlich in ihrem Auto davon.

Der Polizei gelang es, beide Männer später in einer Wohnung festzunehmen. Gegen sie wird nun wegen eines Raubdelikts ermittelt. Für das Spiel am Folgetag wurde ihnen ein Aufenthaltsverbot für den Großbereich Wildparkstadion erteilt.

Am Sonntagmittag verlief der polizeiliche Einsatz zunächst friedlich. Bis Spielende kam es zu sechs Festnahmen von Magdeburger Anhängern, die wegen Beleidigung, Mitführen von Pyrotechnik, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und einem Körperverletzungsdelikt zum Nachteil eines Ordners zur Anzeige gebracht werden. Polizeikräfte mussten in einem Fall bei der Festnahme Pfefferspray einsetzen.

Als sich nach dem Spiel in der Karlsruher Innenstand eine größere Gruppe von KSC-Fans bildete, die in martialischer und provozierender Art durch die Straßen liefen, musste die Polizei eingreifen. Zirka 40 Anhängern davon wurde ein Platzverweis erteilt. Dabei kam es zu einem weiteren Widerstandsdelikt gegen die Einsatzkräfte. Außerdem wurden Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und gegen das Sprengstoffgesetz geahndet.