760_0900_126149_MR5_8101_jpg_Akiyoshi_SAITO_14_GU_Tuerk_.jpg
In den Ligen des Badischen Fußballverbands dürfte in dieser Saison aller Voraussicht nach kein Ball mehr rollen: Archiv: Ripberger 

Fußballer werden erlöst: BFV will Entscheidung über Saison-Fortsetzung bekannt geben

Pforzheim/Karlsruhe. Lange befanden sich die Fußballer in der Warteschleife, an diesem Freitag nun werden sie erlöst. Nachdem der Vorstand des Badischen Fußballverbandes (BFV) am Donnerstagabend tagte, wollen die Verantwortlichen um Präsident Ronny Zimmermann nun die endgültige Entscheidung bekannt geben, wie es mit der aktuellen Saison weitergeht.

Und man braucht nicht lange nachzudenken: Die Zeichen stehen ganz klar auf Abbruch. Angesichts der aktuellen Infektionszahlen ist keine Lockerung der Corona-Vorgaben in Sicht. Die Bundesregierung spricht vielmehr von einem bundeseinheitlichen neuen Lockdown.

Nachdem viele Landesverbände (jüngst der Hessische Fußball-Verband) ihre Spielzeiten abgebrochen haben, wird nun mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der BFV nachziehen. Spätestens am 9. Mai hätte man den Spielbetrieb aufnehmen müssen, um eine Einfachrunde noch zu Ende spielen zu können. Eine Vorbereitungszeit von drei bis vier Wochen hätte vorgeschaltet werden müssen – unmöglich in der aktuellen Corona-Lage.

Oberliga prüft Aufstiegsmöglichkeiten

Ein Saisonabbruch im BFV würde bedeuten, dass die Runde nicht gewertet wird und es somit auch keine Auf- und Absteiger gibt, da deutlich zu wenige Spiele für eine sportliche Wertung absolviert wurden.

In der Oberliga Baden-Württemberg werden hingegen noch Aufstiegsmöglichkeiten in die Regionalliga trotz eines Saisonabbruchs geprüft.

Das hängt damit zusammen, dass die Spielordnung der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar die Meldung eines Aufsteigers und eines Teilnehmers an den Aufstiegsspielen nach der Quotienten-Regelung unabhängig von einer Mindestanzahl an Spielen vorsieht. Die Vertreter der Oberliga Baden-Württemberg sehen hier einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

Zur Autorenseite