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Starker Auftritt: Ispringens David Habat (in Rot) hatte Aalens Dawid Wolny im Griff und holte einen wichtigen 3:1-Sieg. Foto: Becker
Starker Auftritt: Ispringens David Habat (in Rot) hatte Aalens Dawid Wolny im Griff und holte einen wichtigen 3:1-Sieg. Foto: Becker
09.10.2016

Gala gegen Spitzenreiter: Ringer vom KSV Ispringen besiegen KSV Aalen

Es deutet alles auf ein spannendes Meisterschaftsrennen hin. Dazu hat auch Ringer-Bundesligist KSV Ispringen mit seinem 9:7-Heimsieg gegen den KSV Aalen 05 beigetragen und dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beigebracht. „Das war genau die richtige Antwort auf unsere Niederlage gegen Schifferstadt“, strahlte der Ispringer Trainer Bernd Reichenbach und schwärmte von einer „bärenstarken Mannschaftsleistung“.

Höchste Konzentration war gegen die favorisierten Aalener auch bitter nötig. Denn in den meisten der zehn Kämpfe gab es knappe Ergebnisse. Den Zahn zogen die Ispringer ihrem Gegner letztlich in zwei Gewichtsklassen. „Wir haben lange an der passenden Aufstellung gefeilt. Das ist belohnt worden“, betonte Alen Kovacevic, der Sportliche Leiter des KSV Is-pringen. Allemal rentiert hat sich der Einsatz von David Habat in der 66er-Freistilklasse. Beim Duell mit dem Aalener Dawid Wolny zeigte sich der US-Amerikaner mit slowenischen Wurzeln angriffslustig und holte einen wichtigen 3:0-Sieg (9:1 Mattenpunkte).

Für ein Ausrufezeichen sorgte auch Michael Kaufmehl (86 Kilo/Freistil), der sich gegen Benjamin Sezgin auch von einem 0:1-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ. In der zweiten Kampfhälfte bekam der deutsche Meister den Aalener immer wieder zu fassen und sicherte seinem Team weitere zwei Zähler (5:2 Mattenpunkte). „Ich habe einfach versucht, mehr aus dem Bauch heraus zu ringen. Wenn ich zu viel nachdenke, bremst mich das eher“, schilderte Kaufmehl augenzwinkernd seine Taktik.

Ein erfolgreiches Comeback nach ausgeheilter Knöchelverletzung feierte Griechisch-Römisch-Spezialist Muhammed Yasin Yeter. Auch er drehte sein Gefecht gegen Deniz Menekse und behielt mit 1:0 (2:1) die Oberhand. Dabei verausgabte sich der Ispringer Ringer allerdings derart, dass er noch auf der Matte einen kurzen Schwächeanfall erlitt. „Das hat gezeigt, dass jeder hochmotiviert war“, lobte Vereinschef Werner Koch.

Kleinere Wertungen für das Ispringer Punktekonto steuerten auch die Schweden Johan Euren (130 Kilo/Griechisch-Römisch: 1:0/1:0 gegen Mantas Knystautas) und Ibrahim Fallacara (61 Kilo/Griechisch-Römisch: 1:0/5:5 – höhere Aktionswertung – gegen Mariusz Los) sowie der Pole Radoslaw Baran (98 Kilo/Freistil: 1:0 (2:1) gegen Erik Thiele) bei. Pech hatten lediglich Marcel Ewald (57 Kilo/Freistil) und Konstantin Schneider (86 Kilo/Griechisch-Römisch), die ihre Gefechte jeweils mit 0:1 verloren. So bauten die Gastgeber ihre 6:1-Pausenführung bis auf 9:2 aus.

Für die Vorentscheidung sorgte Kakhaber Khubezthy in der 75er-Freistilklasse, als er gegen den Bronzemedaillengewinner von Rio, Soner Demirtas (Türkei), nur eine Zweier-Wertung (1:7) abgab. Weil die Ispringer damit vor dem letzten Kampf uneinholbar in Front lagen, fiel die 0:3-Niederlage von Igor Besleaga (75 Kilo/Griechisch-Römisch) gegen Ex-Weltmeister Arsen Julfalakyan (Armenien) nicht mehr ins Gewicht.