nach oben

SG Pforzheim/Eutingen

Doppelbelastung: Vincent Wohlfarth (links) und Leon Gerstner (rechts) sind in der A-Jugend (Foto) sowie in der 1. Mannschaft gefragt. Foto: PZ-Archiv/Becker
Doppelbelastung: Vincent Wohlfarth (links) und Leon Gerstner (rechts) sind in der A-Jugend (Foto) sowie in der 1. Mannschaft gefragt. Foto: PZ-Archiv/Becker
14.03.2019

Gebeutelte SG Pforzheim/Eutingen im Heimspiel favorisiert

Pforzheim. Dicker hätte es für die SG Pforzheim/Eutingen wohl kaum kommen können. Nach Tom Schlögl fällt nun mit Julian Broschwitz ein weiterer Spieler aus der Stammformation mit Kreuzbandriss aus.

Trainer Alexander Lipps hat die Nachricht natürlich geschockt, weil „Jule“ Broschwitz trotz seiner erst 21 Jahre nicht nur sein Spielmacher, sondern als Kapitän auch sein verlängerter Arm auf dem Parkett war. Und er verstand es als Kämpfer, seine Mitstreiter mitzureißen.

Es ist ein Seuchenjahr für die SG-Mannschaft. Abwehrchef Catak fehlt schon die gesamte Saison, der als Leitwolf verpflichtete Felix Lobedank fehlte monatelang, Schlögl fehlt seit Oktober. Und mit Nikolai Gerstner (Knorpelverletzung im Knie) und Paul Lupus (Schulterprobleme) fehlen aktuell zwei weitere Akteure, die die Rolle von Broschwitz übernehmen könnten. In Blaustein hat nach dem Ausscheiden von Broschwitz mit Leon Gerstner ein A-Jugend-Spieler die Broschwitz-Position übernommen. Doch der Youngster wird genauso wie Vincent Wohlfahrt auch in der Jugendmannschaft, die sich noch für die Endrunde der deutschen Meisterschaften qualifizieren will, gebraucht.

Aber es hilft alles nichts: Alexander Lipps muss Lösungen finden, auch wenn es immer schwieriger wird, das Ziel Wiederaufstieg zu erreichen. Das Remis beim Spitzenreiter Blaustein, das trotz der personellen Probleme erkämpft wurde, hat die SG zunächst den zweiten Tabellenplatz, der die Teilnahme an den Aufstiegsspielen bringt, gekostet. Aber zum Tabellenzweiten Köndringen/Teningen ist es nur ein Punkt Rückstand, zu Blaustein sind es zwei Zähler. Und die Spitzenteams stehen vor hohen Hürden. Spitzenreiter Blaustein (32:12 Punkte) muss in Herrenberg (24:18) ran, Köndringen/Teningen (29:13) ist beim Verfolger TV Plochingen (28:14) gefordert.

Kein Selbstläufer

Vom Spitzenquartett haben die Pforzheimer (28:14) die vermeintlich leichteste Aufgabe. Mit der Neckarsulmer SU stellt sich am Samstag (20 Uhr, Bertha-Benz-Halle) der Tabellenzehnte vor. Das Hinspiel haben die Pforzheimer problemlos 33:21 gewonnen, Julian Broschwitz traf seinerzeit zweistellig. Auch ihre 6:16-Auswärtsbilanz spricht nicht unbedingt für die Unterländer. Ein Selbstläufer wird die Aufgabe aber nicht. Schließlich hat die Sport-Union zuletzt bei Köndringen/Teningen mit 28:29 nur hauchdünn verloren. Auch eine Woche davor waren die Neckarsulmer beim 29:32 beim TV Plochingen nicht weit von einem Punktgewinn entfernt.