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28.03.2010

Gegen Neckarelz: Bittere Heimpleite des 1. FC Pforzheim

PFORZHEIM. Bittere Heimpleite für den 1. FC Pforzheim: Der Club unterlag am Sonntagabend dem Spitzenreiter der Verbandsliga Nordbaden, der Spvgg Neckraelz, mit 1:3 (0:3). Damit sind die Aufstiegsträume der Mannschaft von Trainer Rudi Herzog vorerst ausgeträumt.

Bildergalerie: 1. FC Pforzheim verliert daheim gegen Tabellenführer Neckarelz

„An Platz zwei denken wir im Augenblick nicht. Wir müssen jetzt erst mal wieder unser Spiel stabilisieren und vor allem in der Abwehr wieder besser werden. Das war in der Hinrunde unsere große Stärke“, sagte ein enttäuschter Club-Trainer Rudi Herzog nach der Partie.

Nach einem fatalen Fehler von Innenverteidiger Tobias Wacker erzielte Jonas Zimmermann in der 12. Minute das 0:1. Einen umstrittenen Foulelfmeter verwandelte Marc Ritschel in der 29. Minute zum 0:2. Aus abseitsverdächtiger Position ließ Sebastian Frey in der 34. Minute das vorentscheidende 0:3 folgen.

In der zweiten Hälfte fing sich der Club. Mehr als das 1:3 in der 82. Minute durch den eingewechselten Ignazio D'Antoni war aber nicht mehr drin.

Total frustriert war nach den 90 Minuten auf dem Holperrasen im Brötzinger Tal auch Kapitän Bruno Martins: „Neckarelz macht aus einer halben Chance das 0:1. Bis dahin hatten wir das Spiel recht gut im Griff.“ In der Tat leistete der FCP dem Tabellenführer aus dem Neckar-Odenwald-Kreis beim 0:1 fleißig Schützenhilfe. Nach einem weiten Einwurf von rechts ging Innenverteidiger Tobias Wacker recht Ball ungeschickt zum Ball, ließ ihn passieren und hinter seinem Rücken bedankte sich Jonas Zimmermann mit einem Abstauber aus fünf Metern.

Der Club war weiter gleichwertig, im Angriff aber zu harmlos. Die weiten und hohen Bälle nach vorne waren stets eine sichere Beute der kopfballstarken Neckarelzer Innenverteidigung.

Dann der nächste Schock: Nach einem harmlos aussehenden Rempler von Samet Tuzluca gegen Sebastian Frey zeigte Schiri Jan Trense zum Entsetzen des Club-Anhangs auf den Elfmeterpunkt: Marc Ritschel nahm das vorweggenommene Ostergeschenk dankend an und verwandelte den Strafstoß sicher. Es sollte aber noch heftiger kommen.

In der 34. Minute köpfte Laurent Colakoglu den Ball in den FCP-Strafraum. Innen stand Sebastian Frey – stark abseitsverdächtig – ganz allein vor dem Tor und erzielte am chancenlosen FCP-Keeper Oliver Nell vorbei das 0:3.

Damit war die Messe gelesen. In der zweiten Halbzeit tat der Spitzenreiter nur noch das Nötigste, verwaltete den Sieg sicher. Vor dem 1:3 vergab Francesco Grifo in der 79. Minute nach einer Rechtsflanke von Simon Mössner frei vor den Tor das 1:3. Das erzielte dann Ignazio d'Antoni. Der eingewechselte Stürmer versenkte eine Freistoßflanke von Bruno Martins aus kurzer Distanz im Netz. Kämpferisch gab sich der Winter-Neuzugang Thomas Herzog. „Wir schreiben Platz zwei nicht ab. Wir sind nach wie vor optimistisch, dass nach vorne noch etwas geht.“