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Einige Chancen vergaben die Nöttinger Angreifer wie hier Metin Telle gegen Hollenbachs Torhüter Schoppel. Doch am Ende stand ein klarer Sieg.  Becker
Einige Chancen vergaben die Nöttinger Angreifer wie hier Metin Telle gegen Hollenbachs Torhüter Schoppel. Doch am Ende stand ein klarer Sieg. Becker
22.04.2012

Geglückte Generalprobe für den FC Nöttingen

So manch ein Schauspieler sieht nur eine misslungene Generalprobe als optimale Voraussetzung für eine erfolgreiche Erstaufführung. Dieser Aberglaube war das einzige, das den Zaungästen des FCNöttingen nach dem 3:0-Sieg gegen den FSV Hollenbach am Freitagabend vor dem anstehenden Halbfinale im BFV-Pokal bange werden ließ. Denn fußballerisch hatte der Oberligist in den 90 Minuten zuvor – auch ohne das letzte (Verletzungs-)Risiko zu gehen – keine Fragen offen gelassen: Trotz einiger Spieler aus der zweiten Reihe in der Startelf, war die Generalprobe für den Pokal-Hit beim SV Spielberg (Mittwoch, 17.45 Uhr) ein Beleg dafür, dass der FCN dort die Favoritenrolle innehaben wird.

Und während nach 90 souverän heruntergespielten Minuten am Spielfeldrand einige Fans noch über das mögliche schlechte Omen scherzten, wollten die FCN-Verantwortlichen davon nichts wissen – ganz im Gegenteil: „Nachdem es zuletzt nicht so rund lief, ist es jetzt ungemein wichtig, mit einem positiven Ergebnis in das Halbfinale zu gehen“, gab Nöttingens Kapitän Viktor Kärcher zu Protokoll. Und Trainer Michael Wittwer, der einigen Stammkräften wie Timo Brenner (bis zu seiner Einwechslung in der 72. Minute) und Metin Telle (Auswechslung in der 46. Minute) eine Pause gönnte, fügte hinzu: „Nach dem 0:4 gegen Reutlingen hat uns an manchen Stellen etwas Selbstvertrauen gefehlt.“

Das aber holten sich seine Spieler gegen den FSV zurück. Zwar war zunächst noch der fehlende Glaube an sich selbst zu sehen – etwa, als Reinhard Schenker (13.), Dubravko Kolinger (15.), der ins Team gerückte Andreas Trick (22.), Metin Telle (36.) und Giuseppe Ricciardi (47.) im Fünf-Meter-Raum stehend vergaben. Dies änderte sich jedoch in den letzten 20Minuten: Nach einem abseitsverdächtigen Pass Giuseppe Ricciardis auf Leutrim Neziraj (die Gäste sahen den Angreifer bereits in ihrer Hälfte, der Schiri ihn noch hinter der Mittellinie lauern) vollstreckte Nöttingens Nummer neun zum 1:0 (71.) Von da an war das Selbstbewusstsein wieder da, und wurde von Brenner in Form von zwei weiteren Treffern (82./86.) auf den Platz gebracht.

Ein Video zum Spiel gibt es unter www.pz-news.de