760_0900_96522_Yanez_Kirschner_2.jpg
Auf dem Sprung: Yanez Kirschner (am Ball) schlüpft nach dem Ausfall von Florian Taafel in die Rolle des Spielmachers. Foto: PZ-Archiv, Becker

Gegner nicht unterschätzen: TGS Pforzheim muss gegen TV Willstätt ran

Pforzheim. „Um in der nächsten Saison mit Sicherheit im Pokal des Deutschen Handball-Bundes teilnehmen zu können, benötigen wir aus den restlichen fünf Spielen dieser Saison noch sechs Punkte“, so die Einschätzung von Wolfgang Taafel, dem Sportlichen Leiter der TGS Pforzheim, die derzeit mit 30:20 Zählern Platz fünf der Südgruppe der 3. Bundesliga einnimmt. Die ersten beiden davon sollen am Samstagabend im Heimspiel gegen den TV Willstätt gesichert werden.

Starke Winterneuzugänge

Nimmt man die Tabelle, in der der Gast aus der Ortenau derzeit Rang 13 einnimmt – das ist ein Platz vor den drei Absteigerplätzen – als Maßstab, sollte es keine Probleme geben, dieses Vorhaben zu realisieren. Berücksichtigt man allerdings, dass der Aufsteiger noch zum Jahreswechsel bei einem Punktestand von 8:26 Zählern wie der sichere (Wieder)absteiger gehandelt wurde, zwischen den Jahren Nägel mit Köpfen machte und mit Marco Schliemann den Wunschtrainer, mit Kreisläufer Christopher Oßwald (HSG Konstanz II), dem in der 2. Bundesliga erfahrenen Spielmacher Christopher Räpple (HC Elgersweier) sowie vor allem mit dem 1,94-Meter-Hünen Felix Gäßler (SG Nußloch) drei Winterzugänge neu verpflichtete, sieht man dies in einem ganz anderen Licht.

Seitdem läuft es bei dem Traditionsverein, der in Kooperation mit TuS Schutterwald auch schon in der 1. Bundesliga auflief, wie am Schnürchen. Nach 10:4 Punkten seither, darunter Siege gegen solch arrivierte Vertretungen wie Balingen/Weilstetten II, Horkheim und Fürstenfeldbruck, ist man in der Ortenau auf einem guten Wege sich die nächste Saison in der 3. Bundesliga zu sichern.

Pfeilschnelle Außen

Die Aufgabe am Samstag ab 19 Uhr in der Bertha-Benz-Halle wird also alles andere als ein Honigschlecken für die Pforzheimer werden. Mit Gäßler, Spielmacher Daniel Schliedermann und Marco Schlampp verfügen die Südbadener über einen Rückraum, der sich nicht zu verstecken braucht, mit Dinko Dodig und Regis Matzinger über pfeilschnelle Tempoläufer auf den beiden Außenbahnen.

Da ist es wichtig, dass Andrej Klimovets bis auf den verletzten Florian Taafel am Samstag der komplette Kader zur Verfügung steht. Auch Fabian Dykta, der beim Spiel in Fürstenfeldbruck verletzt runter musste, hat in dieser Woche wieder mittrainiert. Das stärkt die TGS, weil das Eigengewächs, das es in dieser Runde bereits 85 mal „klingeln“ ließ, derzeit zu den torgefährlichsten Akteuren der Pforzheimer zählt. Gespannt darf man auch sein, wie Yanez Kirschner seine nun längeren Einsatzzeiten und die Rolle des Spielmachers interpretiert. Beim Auftritt in Fürstenfeldbruck scheint dies jedenfalls ganz ordentlich geklappt zu haben.

Vielleicht wird am Samstagabend auch das Geheimnis um den künftigen TGS-Trainer gelüftet, dem Vernehmen nach sollen die Würfel gefallen sein.