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Wieder am Ball nach seiner Rotsperre: Torhüter Patrik Salscheider. Foto: Becker
Wieder am Ball nach seiner Rotsperre: Torhüter Patrik Salscheider. Foto: Becker
05.11.2015

Gegner von SV Kickers Pforzheim nach Trainerwechsel im Aufwind

Pforzheim. Nachdem man sich der zweiten Mannschaft entledigt hat, können sich die Verantwortlichen des SV Kickers Pforzheim nun voll und ganz auf die erste Mannschaft konzentrieren. Die steckt zwar auch in Nöten – Tabellenletzter in der Fußball-Verbandsliga – dennoch präsentiert sie sich anständig auf dem Feld. In der Fairnesstabelle belegt das Team Platz fünf (23 Gelbe Karten, 1 Rote) und steht damit einen Rang vor dem TSV Reichenbach (22 Gelbe, 1 Gelb-Rote, 1 Rote), der am Sonntag um 14.30 Uhr Heimgegner der Kickers ist. In der „wahren“ Tabelle sieht die Lage dagegen ganz anders aus.

Die Kickers sind mit nur drei Punkten Letzter, Reichenbach belegt mit zwölf Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz (12.). Kickers-Coach Gökhan Gökce rechnet wie jedes Wochenende wieder mit einem „schweren Spiel.“ Für ihn gehören die Reichenbacher in der Tabelle „viel weiter nach oben“. Vermutlich wird man den TSV auch bald in der oberen Region antreffen. Denn der Trainerwechsel – Frank Zürn für Dominik Bernecker – vor einer Woche hat schon seine erste Wirkung gezeigt. Zürn, Lehrer am Lise-Meitner-Gymnasium in Königsbach und Bundestrainer der deutschen Gehörlosennationalmannschaft, hauchte in zwei Trainingseinheiten seinem Team frisches Leben ein.

Die Folge: Reichenbach stieß mit einem überraschenden 3:1-Sieg Walldorf II von der Tabellenspitze und beendete selbst seine Negativserie von sechs Pleiten in Folge. Gegen die Kickers will das Zürn-Team nun nachlegen. „Wir werden uns aber so teuer wie möglich verkaufen“, hält Gökce dagegen und wäre mit einem Punkt schon hochzufrieden. Den soll Patrik Salscheider festhalten. Der Torhüter wird nach seiner Rotsperre wieder zwischen den Pfosten stehen. Vom abgemeldeten Reserveteam rücken erneut Amir Ujkani und Stefan Kalinovski in den Kader.

Ob Gökce, wie auch schon beim respektablen 0:3 gegen Viernheim, mit einer Fünfer-Abwehrkette spielen lässt, wusste er am Donnerstag noch nicht.