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Die Nöttinger Abwehr stand gegen den SV Elversberg unter Druck. Hier klärt Mario Bilger (hinten rechts, teilweise verdeckt) bei einem Kopfball von Lukas Kohler auf der Linie. Foto: Rippberger
Die Nöttinger Abwehr stand gegen den SV Elversberg unter Druck. Hier klärt Mario Bilger (hinten rechts, teilweise verdeckt) bei einem Kopfball von Lukas Kohler auf der Linie. Foto: Rippberger
03.11.2016

Gelingt dem FC Nöttingen beim 1. FC Kaiserslautern II auswärts der erste Punkt?

Remchingen-Nöttingen. Manchmal gehen Fußballer auch nach einer Niederlage erhobenen Hauptes vom Platz. Für den FC Nöttingen war am Mittwoch so ein Tag. Dass man gegen den Tabellenführer SV Elversberg auch daheim chancenlos ein würde, war eigentlich vorher schon klar. Die Partie ging dann auch 0:2 (0:1) verloren, doch die Lila-Weißen zogen sich anständig aus der Affäre und taten das, was Trainer Dubravko Kolinger sich vor der Partie gewünscht hatte: Den Gegner ein bisschen ärgern. tatsächlich fiel das entscheidende 2:0 für die überlegenen Gäste erst in der 87. Minute. Und zuvor hatte der FCN sogar die eine oder andere Möglichkeit zum Ausgleich. Die größte hatte Mario Bilger, der mit seinem strammen 20-Meter-Schuss an Torhüter Gäste-Torhüter Daniel Batz scheiterte.

Bilger als Linksverteidiger

Bilger muss derzeit angesichts der defensiven Personalprobleme als Linksverteidiger aushelfen. „Am Anfang hat es sich komisch angefühlt, aber je länger ich es spiele, desto besser komme ich rein“, sagte er. Dass er trotzdem lieber offensiv spielt, versteht sich von selbst. Sein Aushilfsjob als Linksverteidiger könnte ihm länger sicher sein, denn der etatmäßige Akteur auf dieser Position, Simon Frank, muss nach einer Trainingss-Knieverletzung erst weitere Untersuchungen abwarten.

Die verlorenen Punkte gegen Elversberg kann Nöttingen schnell abhaken. Da ist das nächste Spiel am Sonntag (14.00 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern II schon von anderer Bedeutung. Die zweite Mannschaft des pfälzischen Zweitligisten liegt nämlich drei Plätze, aber auch nur drei Punkte vor Schlusslicht Nöttingen. Mit einem Sieg wäre der FCN also wieder am unteren Mittelfeld dran.

Es wäre auch höchste Zeit für ein Erfolgserlebnis auswärts. Denn in der Fremde hat der FCN bislang keinen einzigen Zähler ergattert, auch wenn man bisweilen schon ganz nah dran war. Die Gelegenheit scheint günstig, denn auf eigenem Platz hat Kaiserslautern mit acht Punkten aus neun Spielen bislang auch noch keine Bäume ausgerissen.

Um in der erneuten englischen Woche mit den Kräften hauszuhalten, hat Dubravko Kolinger für den Donnerstag ein Regenerationstraining angesetzt, am Freitag ist trainingsfrei. Am Samstag findet dann die letzte Übungseinheit vor der Fahrt in die Pfalz statt.