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Den Aufstieg im Visier: Jens Wolfinger mit dem TSV Grunbach.
Den Aufstieg im Visier: Jens Wolfinger mit dem TSV Grunbach.
Zweitbestes Pforzheimer Team in der Liga: der FC Ersingen mit Stefan Rapp.
Zweitbestes Pforzheimer Team in der Liga: der FC Ersingen mit Stefan Rapp.
Hört nach der Runde auf: Michael Fuchs, Trainer des FC Nöttingen II.
Hört nach der Runde auf: Michael Fuchs, Trainer des FC Nöttingen II.
Nachdenklich nach der Hinrunde: Birkenfelds Coach Bruno Martins.
Nachdenklich nach der Hinrunde: Birkenfelds Coach Bruno Martins.
Noch viele Derbys gewinnen will Timo Fuhrmann mit dem SV Huchenfeld.
Noch viele Derbys gewinnen will Timo Fuhrmann mit dem SV Huchenfeld.
Macht beim FV Niefern weiter: Roman Gichau. Fotos: Ripberger (5), Hennrich
Macht beim FV Niefern weiter: Roman Gichau. Fotos: Ripberger (5), Hennrich
06.12.2018

Gemischte Gefühle: Hinrundenbilanz der sechs Pforzheimer Teams in der Fußball-Landesliga

Pforzheim. Gleichmäßig verteilt haben sich die sechs Pforzheimer Mannschaften in der Fußball-Landesliga Mittelbaden. Ganz oben klopft Grunbach an die Tür zur Verbandsliga, im Mittelfeld lauern Ersingen, Nöttingen II, Birkenfeld und Huchenfeld.

Sorgen macht einem nur Niefern als Schlusslicht. Die Teams gehen mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr.

TSV Grunbach (3. Tabellenplatz/33 Punkte)

Das Saisonziel für den TSV hieß Klassenerhalt. Davon ist der Aufsteiger meilenweit entfernt. Es geht in die andere Richtung. Sehr zur Freude von Trainer Jens Wolfinger. Sein Team steuert als Tabellendritter (33 Punkte) die Verbandsliga an. Hätte Grunbach die abgesagte Partie gegen Huchenfeld gewonnen, wäre man sogar Spitzenreiter, das ist derzeit Ös-tringen (35). Neuverpflichtungen sind in der Winterpause keine geplant. Mit derselben Mannschaft soll es 2019 so weitergehen. Der Aufstieg ist durchaus drin. „Wir nehmen es wie es kommt“, sagt Wolfinger.

1. FC Ersingen (6./23)

Am zweiten Spieltag Letzer, jetzt Tabellensechster – für das Team von Stefan Rapp ging es steil nach oben. „Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben“, sagt der Ersinger Trainer und freut sich, dass seine Mannschaft eine gewisse „Grundstabilität“ gefunden hat. Diese will man auch in der Restrunde abrufen. Allerdings muss der FCE das ohne Abwehrmann Dustin Rück (hört berufsbedingt auf) und Stürmer Philipp Jany (pausiert) in Angriff nehmen. „Wir halten die Augen offen“, sagt Rapp zu möglichen Neuverpflichtungen in der kommenden Transferperiode.

FC Nöttingen II (8./22)

Michael Fuchs ist der perfekte Entwicklungshelfer. Mit seinem fußballerischen Know-how hat er aus dem im Vorjahr bunt zusammengewürfelten Haufen eine Mannschaft geformt, die jetzt in der Landesliga auch gegen die Topteams mithalten kann. Östringen (0:1), Grunbach (1:2) und Espanol (1:1) bot die Oberliga-Reserve mit tollem und schnellem Kombinationsfußball kräftig Paroli. Das einzige Problem: „Wir haben keinen Stürmer als Endverwerter“, umschreibt Fuchs den fehlenden Knipser in seiner Mannschaft. Seine jungen Stürmer seien „oft noch zu grün in der Box“. Dabei sind 29 Tore gar nicht so schlecht für die Liga.

22 Punkte bedeuten Platz acht. Mit dem Titelrennen hat der FCN nichts zu tun, der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt allerdings nur sieben Punkte. „Es ist alles eng beieinander. Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt fix machen, um dann mit unseren jungen Kickern befreit aufspielen zu können“, blickt Fuchs voraus. Neues wird es in der Winterpause nicht geben, dafür am Ende der Runde. Michael Fuchs (56) wird nach zwei Jahren sein Traineramt an Marcel Rusch (derzeit U19-Coach) abgeben, da er sich die Option eines weiteren Auslandsaufenthalts als Lehrer offen hält. Ruschs Aufgabe wird es dann sein, von den 14 A-Junioren, die rauskommen, so viele wie möglich in die U23 einzubauen. Die U19 übernimmt Tobias Dudschig mit Thorsten Volk (Lehrerkollege von Michael Fuchs), die U18 coacht Torsten Memleb.

1. FC Birkenfeld (10./21)

„Ich glaube, die vielen Vorschusslorbeeren haben uns nicht gut getan“, sagt Bruno Martins und blickt auf eine „durchwachsenen Hinrunde“ zurück. Nach Platz drei in der vergangenen Saison waren die Erwartungen im Erlach natürlich hoch. Erfüllen konnte man sie bislang nicht. Tabellenkeller statt Spitzenplatz hieß es bis zum elften Spieltag. „Wir sind einfach nicht in Tritt gekommen“, erklärt Martins. Als Tabellenzehnter geht man nun immerhin in die Winterpause.

Neuverpflichtungen sind nicht geplant. „Wir vertrauen unserem Kader“, so Martins, der mit Mirnes Tubic die Birkenfelder betreut. „Die Jungs haben die Chance, es im neuen Jahr besser zu machen. Das ist unser Ziel.“

SV Huchenfeld (11./19)

Nach einem starken Start (Platz fünf) findet sich der Aufsteiger zur Winterpause auf Rang elf wieder. „Wir belegen einen Nichtabstiegsplatz, also sind wir zufrieden“, sagt Spielertrainer Timo Fuhrmann. Die leichte Talfahrt in den letzten Wochen sei den vielen Verletzten geschuldet gewesen. Schmerzlich vermisst wurden vor allem die beiden Torgaranten Kevin Rock und Daniel Calo.

Für die Abwehr werden sich die Huchenfelder mit Valery Heidt verstärken. Der 30-Jährige spielte früher in Kieselbronn und Flehingen und hat sein Studium nun beendet. „Wir sind noch an ein, zwei Spielern dran“, verrät Fuhrmann. Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Vor allem möchte man viele Derbys gewinnen. „Solche Siege sind gut für die Kameradschaft“, weiß Fuhrmann.

FV Niefern (16./11)

3 Siege, 2 Remis, 11 Niederlagen und 1 Trainerwechsel – für den FV Niefern lief es bisher überhaupt nicht. „Es ist wie in der vergangenen Saison“, ärgert sich Roman Gichau. Doch der Vereinsboss ist frohen Mutes: „Wir starten eine Aufholjagd.“ Gichau macht bis zum Ende der Saison als Trainer weiter. Seine Vorgabe lautet: „Weniger Fehler machen und mehr als Mannschaft auftreten.“