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Werden die Spieler des Karlsruher SC auch am Samstag einen Sieg bejubeln können? Wenn ihnen der Dreier gegen den Tabellenführer VfL Osnabrück gelingen sollte, wäre der KSC bis auf einen Punkt an Platz 1 herangerückt. © dpa
24.01.2013

Gipfeltreffen der 3. Liga: KSC muss zum Tabellenführer VfL Osnabrück

Der guten Vorbereitung wird ein noch besserer Punktspielstart im neuen Jahr folgen. Davon gehen alle Trainer der Fußball-Drittligisten aus, wenn am Freitag mit der Partie von Arminia Bielefeld gegen Kickers Offenbach die Rückrunde in der 3. Liga gestartet wird. Die Saisonziele wurden bei einigen Teams korrigiert, und zwar nach oben. Aufstieg heißt das Ziel beim Karlsruher SC. Der muss am Samstag gegen den Tabellenführer aus Osnabrück ran.

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Offen über das Ziel Aufstieg sprechen möchte aber kaum ein Trainer aus der Spitzengruppe. «Es nützt uns nichts, jetzt über den dritten Platz zu spekulieren. Wir betrachten weiter jedes Spiel als Endspiel», bemüht Bielefelds Coach Stefan Krämer Plattitüden eines Trainers, der mehr im Sinn hat.

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Claus-Dieter Wollitz, Übungsleiter von Spitzenreiter VfL Osnabrück, will vom Aufstieg ebenfalls (noch) nichts wissen. Dass er mit seinem Team den ersten Verfolger Karlsruher SC im direkten Duell am Samstag auf sieben Punkte distanzieren kann, ist für ihn zweitrangig. «Wir sind nicht der Favorit. Wir müssen nach wie vor in jedem Spiel die Berechtigung erlangen, in dieser 3. Liga weiterspielen zu dürfen. Da hilft es nicht, schlaue Sprüche zu klopfen», meint der 47-Jährige.

Dennoch ist der VfL mit 47 Punkten derzeit erster Aufstiegskandidat. Dahinter folgen fünf Mannschaften mit berechtigten Ambitionen auf die 2. Liga. Wollitz’ Gegenüber am Samstag, KSC-Trainer Markus Kauczinski, will am liebsten die Siegesserie aus der Hinrunde fortsetzen, als neun Spiele in Serie gewonnen wurden. «Das wird ein Knallerspiel, aber keine Vorentscheidung», sagt Kauczinski, der sich im türkischen Belek mit einem Achillessehnenriss die einzige schwere Verletzung im Team zuzog. Er ist die mutige Ausnahme unter den Top-Sechs: «Wir haben vom ersten Tag an gesagt, dass wir aufsteigen wollen. Mit dem Druck muss man leben können.»

Nicht so sicher ist sich Preußen Münsters Trainer Pavel Dotchev. «Die Rückrunde wird schwerer als die Hinrunde. Die, die mit oben stehen, wollen an uns vorbei. Die unten drin wollen ihre Fehler korrigieren», bemerkt der Deutsch-Bulgare, der beim derzeitigen Tabellendritten einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel vorgibt.

Nach oben richtet sich auch der Blick von Tabellenschlusslicht Darmstadt 98. Kurz vor dem Jahreswechsel kam mit dem früheren Bundesliga-Profi Dirk Schuster ein neuer Trainer zu den Hessen. Und der 45-Jährige ist trotz bisher nur 16 geholter Punkte optimistisch in Sachen Klassenerhalt. «Die Mannschaft ist charakterlich in Ordnung, engagiert und lernwillig», schwärmt er.

Die Angriffslust der Darmstädter ist berechtigt. Alemannia Aachen kämpft um die Lizenz für die neue Saison, bis Platz elf, zu Kickers Offenbach (26 Punkte), reicht die Abstiegszone. Dort heraus wollen neben der Reserve des BVB, den Stuttgarter Kickers, Babelsberg und Wehen-Wiesbaden auch die beiden Ost-Traditionsclubs Rot-Weiß Erfurt und der Hallesche FC.