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Kampf war Trumpf: Das dicht gestaffelte Nöttinger Mittelfeld mit Timo Brenner, Felix Zachmann und Holger Fuchs (von links) holt sich bei strömendem Regen im Panoramastadion den Ball vom Mannheimer Spielmacher Bashiru Gambo (Mitte).  becker
Kampf war Trumpf: Das dicht gestaffelte Nöttinger Mittelfeld mit Timo Brenner, Felix Zachmann und Holger Fuchs (von links) holt sich bei strömendem Regen im Panoramastadion den Ball vom Mannheimer Spielmacher Bashiru Gambo (Mitte). becker
02.12.2011

Glückliches 1:1 des FC Nöttingen gegen Spitzenreiter VfR Mannheim

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg hielt nur vom Einsatz her, was es versprach. Vor allem auf Seiten des FC Nöttingen kam das spielerische Element zu kurz. So entführte der souveräne Spitzenreiter VfR Mannheim gestern Abend völlig verdient einen Punkt aus dem Panoramastadion. Mit ein bisschen Glück hätten es auch drei sein können.

Der FC Nöttingen, der jetzt mit zwölf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer in die Winterpause geht, ging in der 62. Minute durcheinen verwandelten Foulelfmeter von Metin Telle mit 1:0 in Führung. Timo Brenner war im Strafraum von Christian Mühlbauer gefoult worden. Den verdienten Ausgleich markierte Mohamed Cherief in der 72. Minute mit einem Abstauber, nachdem zuvor Giuseppe Burgio am Nöttinger Keeper Sascha Rausch gescheitert war.

Der Tabellenführer aus Mannheim, der ohne seinen am Oberschenkel verletzten Top-Torjäger Kaan Erdogdu (bisher 15 Saisontore) angetreten war, spielte mit hohem läuferischem Aufwand. Das Team vom Trainer Kenan Kocak ließ die Nöttinger, die immerhin die letzten vier Spiele gewonnen hatten, nicht zur Entfaltung kommen. Ein mit der Hand erzieltes Tor von Metin Telle (28. Minute) und ein Flachschuss von Timo Brenner (41.), der knapp vorbeiging, waren bei Dauerregen die einzigen Chancen für die Platz-herren im ersten Durchgang. Die Nöttinger Führung per Elfmeter in der 62. Minute war schmeichelhaft, weil Mannheim bis dahindie bessere Mannschaft gewesen ist. Danach wurde nicht nur der Regen, sondern auch der Druck der Gäste stärker.

Der verdiente Ausgleich fiel schon in der 72. Minute und war Ausdruck der spielerischen Klasse des VfR Mannheim.

Jetzt stand die Partie auf der Kippe. Nöttingens Trainer Michael Wittwer, dem aufgrund vieler verletzter Spieler die Alternativen auf der Bank fehlten, wechselte mit Deniz Nedzhmiev einen Stürmer ein, doch eine reelle Siegchance hatte nur noch der VfR Mannheim. Und was für eine: In der 90. Minute setzte sich der eingewechselte Denis Yilmaz auf der rechten Angriffsseite gegen Viktor Kärcher durch. Seine Hereingabe fand den ebenfalls eingewechselten Ali Özgün. Und der hätte das 2:1 machen müssen, scheiterte aber gleich dreimal an der Nöttinger Deckung oder am famos reagierenden Torhüter Sascha Rausch.

Schon am 6. März 2012 gibt es ein Wiedersehen. Dann gastiert der FC Nöttingen im BFV-Pokal-Viertelfinale beim VfR Mannheim. Martin Mildenberger