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Ganz schnell raus aus der unteren Tabellenregion will Gökhan Gökce mit dem 1. CfR Pforzheim. PZ-Archiv, Ripberger
Ganz schnell raus aus der unteren Tabellenregion will Gökhan Gökce mit dem 1. CfR Pforzheim. PZ-Archiv, Ripberger
08.03.2018

Gökce verlängert beim 1. CfR Pforzheim - Samstag gegen Göppingen

Sportlich hat sich beim 1. CfR Pforzheim in den letzten Wochen wenig getan. Viermal hätte der Fußball-Oberligist im neuen Jahr schon spielen sollen, wäre es nach den Terminplanern gegangen. Ging es aber nicht. Drei CfR-Spiele fielen dem hartnäckigen Winterwetter zum Opfer. Und auf das einzige Spiel, das die Pforzheimer bestritten haben, würden sie rückblickend gerne verzichten. Das ging nämlich in Oberachern mit 0:5 verloren.

Tat sich auf dem Rasen nicht viel, so hat sich abseits des Platzes doch einiges bewegt. Der Verein hat die wichtigste Personalie für die nahe Zukunft geklärt. Gökhan Gökce bleibt Trainer der Oberliga-Mannschaft. Der Verein wurde bis Sommer 2019 verlängert. Das hat der Verein gestern, zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den 1. Göppinger SV am Samstag (15.00 Uhr/ Holzhofstadion) bekanntgegeben. „Gökhan ist ein Glücksfall für den 1. CfR. Er ist ein sehr talentierter Trainer, sehr engagiert und vereinsverbunden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Markus Geiser. „Und die Mannswchaft arbeitet mit Gökhan sehr gut zusammen“, ergänzt Torsten Heinemann, der im Vorstand für die sportlichen Belange zuständig ist.
Vom Cotrainer zum Cheftrainer

Gökce hatte die Mannschaft im Oktober letzten Jahres nach der Trennung von Adis Herceg übernommen. Zuvor war der 34-Jährige mit kurzer Unterbrechung viele Jahre als Trainer im Junioren- und Seniorenbereich des Clubs erfolgreich tätig. Die laufende Saison hatte er als Cotrainer unter Herceg begonnen. „Der CfR ist mein Heimatverein. Ich bin stolz darauf, hier arbeiten zu können. Ich mache den Job, so lange das Vertrauen da ist“, sagte Gökce gegenüber der Pforzheimer Zeitung.
Das Verhältnis zur Mannschaft beschreibt auch der Trainer als sehr gut. „Es passt einfach. Ich hoffe, dass auch die Ergebnisse bald stimmen“, blickt Gökce auch auf die Tabelle, in der der CfR mit 19 Punkten aus 18 Spielen im unteren Tabellendrittel nahe der Abstiegsränge einsortiert hat. Zehn der Punkte wurden in den sechs Spielen unter Gökces Regie geholt.
Zehn Spiele unbesiegt

Es wird aber alles andere als einfach werden, in den nächsten Tagen weitere Punkte draufzupacken. Der Göppinger SV, der am Samstag im Holzhofstadion gastiert, ist seit zehn Spielen ungeschlagen, hat sich im Tabellenmittelfeld etabliert und kann ganz ohne Druck auflaufen. „Die werden selbstbewusst hier antreten“, glaubt der CfR-Trainer.
Sein Team hingegen steht schon mächtig unter Druck. Denn nach Göppingen warten mit dem Derby beim FC Nöttingen am kommenden Freitag sowie dem Nachholspiel beim Spitzenreiter TSG Balingen am 20. März – auf dieses Datum wurde die ursprünglich am 13. März geplante Begegnungen inzwischen verlegt – zwei ganz schwierige Herausforderungen in der Fremde.
Gökhan Gökce weiß, was da auf seine Mannschaft zukommt. „Wir müssen konzentriert bleiben, einfache Fehler vermeiden und zugleich auf Fehler des Gegners lauern“, sagt er.

Wie die CfR-Mannschaft gegen Göppingen aussieht, konnte oder wollte der Trainer gestern noch nicht sagen, zumal einige Spieler unter der Woche kränkelten. Kusthtrim Lushtaku (Knie) und Eldin Hadzic (Oberschenkel) werden vermutlich weiter fehlen. Toni Suddoth hingegen könnte wieder dabei sein. Dafür fehlt der gelb-rot-gesperrte Tim Schwaiger. Ihn könnte auf der Außenbahn Laurin Masurica, Anthony Copolla oder Alen Delic ersetzen.

Gemindert wird der Druck beim CfR etwas durch die Ankündigung des Karlsruher SC, seine zweite Mannschaft am Saisonende aus der Oberliga zurückzuziehen. Damit steht der KSC II, derzeit in der Tabelle noch vor den Pforzheimern platziert, als erster Absteiger fest. „Das gibt uns mehr Luft zum Atmen“, sagt Gökhan Gökce.
Aber eigentlich wollen sich die Pforzheimer nicht auf andere verlassen, sondern selbst punkten. Möglichst schnell und möglichst oft. „In dieser Liga geht es überall eng zu“, sagt der CfR-Coach. Er und seine Mannschaft haben neben dem Klassenerhalt in der Oberliga noch ein zweites großes Ziel: Den Einzug ins Finale um den badischen Pokal. Hier schlägt am 3. April die Stunde der Wahrheit, wenn Verbandsligist Espanol Karlsruhe im Halbfinale beim CfR gastiert.