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Viermal Gold:  Die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok hat bei der Junioren-EM in Prag mächtig aufgetrumpft.
Viermal Gold: Die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok hat bei der Junioren-EM in Prag mächtig aufgetrumpft. © Seifert
12.07.2009

Goldfisch Silke Lippok erschwimmt vier Mal EM-Gold

PRAG/PFORZHEIM. Silke Lippok schafft es, sogar den eigenen Trainer zu überraschen. „Ich dachte schon, dass sie über 100 und 200 Meter Freistil eine Medaille holen kann. Dass es aber so gut läuft, konnte man nicht erwarten“, sagte Rudi Schulz gestern. Vor allem die Goldmedaille über 50 Meter Freistil, die Silke Lippok am Samstag bei der Junioren-EM in Prag in neuer persönliche Bestzeit von 25,44 Sekunden gewann, ließ den Coach der SSG Pforzheim staunen.

Nach den beiden Goldmedaillen über 100 Meter Freistil (in neuer Bestzeit) und 4 x 100 Meter Freistil (die PZ berichtete) war es der dritte Sieg der 15-jährigen Ausnahmeschwimmerin bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in der tschechischen Metropole. Zum Abschluss der EM gestern Abend gewann Silke Lippok auch noch Gold mit der deutschen 4 x 100-Meter-Lagenstaffel. Viermal Gold: Eine herausragende Ausbeute, die sie zu den erfolgreichsten Athletinnen dieser Wettkämpfe werden lässt. Hinzu kamen am Samstag noch zwei Silbermedaillen. Über 200 Meter Freistil wurde Silke Lippok in 2:00,06 Minuten Zweite hinter der Französin Camille Radou. Mit der 4 x 200-Meter-Freistilstaffel holte die Gymnasiastin aus Pforzheim als Schlusschwimmerin Silber hinter Großbritannien.

Das Halbfinale über 50 Meter Schmetterling verpasste Silke Lippok gestern, weil in den Vorläufen zwei deutsche Schwimmerinnen schneller waren. Von der Zeit her wäre sie auch hier weiter gekommen.

Nach stressigen Wochen mit deutscher Meisterschaft in Berlin und Junioren-EM in Prag kehrt Silke Lippok heute nach Hause zurück. Am kommenden Wochenende stehen die badischen Meisterschaften auf dem Plan. „Hier kann sie völlig locker schwimmen und ihre Titel gewinnen“, freut sich Trainer Rudi Schulz, dass es sein Schützling jetzt etwas ruhiger angehen kann. Für Schulz ist es kein Beinbruch, dass Silke nicht für die WM in Rom (ab 19. Juli bis 2. August) nominiert worden ist. „Das wäre vielleicht etwas zuviel des Guten gewesen.“