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Präsentierten die Trophäen für den 55. Goldstadtpokal: Bernd Roßnagel, Edeltraud Bülling (beide Schwarz Weiss Club Pforzheim), Christine Lüdeke (Hochschule Pforzheim), Oberbürgermeister Gert Hager, Pokalgestalterin Franziska Vogt, Mark Stephen Pace (IHK Nordschwarzwald) und Künstler Rene Dantes (von links).  Ketterl
Präsentierten die Trophäen für den 55. Goldstadtpokal: Bernd Roßnagel, Edeltraud Bülling (beide Schwarz Weiss Club Pforzheim), Christine Lüdeke (Hochschule Pforzheim), Oberbürgermeister Gert Hager, Pokalgestalterin Franziska Vogt, Mark Stephen Pace (IHK Nordschwarzwald) und Künstler Rene Dantes (von links). Ketterl
22.01.2016

Goldstadtpokal: Studentin entwirft neuen Pokal für den Schwarz-Weiss Club

Gut eine Woche vor dem 55. Goldstadtpokal der Tänzer im CongressCentrum hat der Schwarz-Weiss Club Pforzheim zusammen mit Oberbürgermeister Gert Hager die Siegerpokale vorgestellt. Die Spannung war dieses Mal besonders groß, da die Trophäen nicht wie bisher Reinhold Krause gestaltet hat, sondern die Pforzheimer Schmuckstudentin Franziska Vogt, deren Entwurf als Nummer eins eines Wettbewerbs hervorging.

„Sie konnte die Bewegungen des Tanzens im Pokal einfangen“, sagte Mark Stephen Pace, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, bei der Pokalpräsentation am Freitag im Rathaus. Zusammen mit dem Pforzheimer Künstler Rene Dantes bildete der Dentaurum-Geschäftsleiter die Jury, die acht Entwürfe zu begutachten hatte. „Frau Vogt hat das wirklich sehr beeindruckend gemacht“, schwärmte Pace. Zugleich hob er hervor, wie eindrucksvoll die Vielfalt der Ideen gewesen sei. Jury-Kollege Dantes führte aus, Perfektionist Krause habe die Messlatte in 37 Jahren „sehr hoch gelegt“, doch gerade deshalb sei die Erwartungshaltung gegenüber den Studenten nun nicht so gewaltig gewesen. Letztlich sei man dann positiv überrascht worden.

Für Siegerin Franziska Vogt hatte Felix Christmann Tanzbewegungen mit einer 3-D-Kamera aufgenommen und in eine mehrdimensionale Form übertragen. Dass ihre Ideen, die sie im Lauf des vergangenen Sommers entwickelte hatte, bei Casper in Nöttingen mittlerweile in Bronze gegossen wurden, freut Franziska Vogt besonders: „Das ist einmalig.“

Siegerin ist „total zufrieden“

Einen Bezug zum Tanzen hat die junge Frau aus dem pfälzischen Landau, da sie früher Gardetänzerin war. Fit hält sich Franziska Vogt mit Schwimmen und Tennis, zum Thema Sport sagt sie aber auch: „Den Wettbewerbsgedanken mag ich da nicht so.“ Lieber ist ihr da ein künstlerisch-kreativer Wettstreit der Ideen, wobei sie nicht damit gerechnet hatte, dass im November unter acht Entwürfen gerade ihrer das Rennen machte: „Alle sind auf ihre Art charmant gewesen.“ Im Nachhinein gibt es nichts, was Franziska Vogt an ihrem Entwurf noch ändern würde: „Ich bin wirklich total zufrieden.“ Eine gewisse Anspannung ließ bei der Pokalpräsentation Professorin Christine Lüdeke erkennen („Ich zittere ein bisschen.“). Die Leiterin des Studiengangs Schmuck bedankte sich dafür, dass ihre Schützlinge zu dem Wettbewerb eingeladen wurden: „Das war sehr spannend für uns, hat Spaß gemacht. Da war viel Herzblut dabei.“ Während sich die Professorin schon auf den nächsten Wettbewerb freut, wird Franziska Vogt wohl keinen weiteren Entwurf einreichen.

Sie hat noch ein Praxissemester vor sich und will in anderthalb Jahren ihr Studium beenden.

Der Samstag dürfte ihr aber unvergesslich bleiben, denn am 30. Januar darf sie zusammen mit Oberbürgermeister Gert Hager die Pokale übergeben.

Bleiben die Pokale in der Stadt?

Aus lokaler Sicht ist spannend, ob sich wie in den Vorjahren ein Pforzheimer Paar durchsetzt. 2015 siegten Marius-Andrei Balan/ Khrystina Moshenska, die 2015 außerdem WM-Dritte wurden. Nur zwei Plätze weiter hinten landeten bei der Weltmeisterschaft in Wien Timur Imametdinov/Nina Bezzubova vom Schwarz-Weiss Club. Karten für die Veranstaltung sind noch zu haben, beispielsweise bei der Sparkasse Pforzheim Calw.