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Seit dieser Saison trägt er das Trikot der Fohlen: der Pforzheimer Vincenzo Grifo. Foto: dpa
Seit dieser Saison trägt er das Trikot der Fohlen: der Pforzheimer Vincenzo Grifo. Foto: dpa
12.02.2018

Grifo denkt oft an Freiburg - Pforzheimer fasst in Mönchengladbach noch nicht so richtig Fuß

Der VfB hat es kompakt gemacht. Die Stuttgarter wussten, dass wir offensiv stark sind“, lobt Vincenzo Grifo die Mannschaft, die seine Borussia Mönchengladbach nach aufopferungsvoller Abwehrschlacht mit 1:0 niederringt.

Dass der Pforzheimer Ausnahmefußballer in der Bundesligapartie in der Mercedes-Benz-Arena zur Halbzeit gegen den noch nicht völlig wiedergenesenen Torjäger Raffael ausgewechselt wird, nimmt der 24-Jährige gelassen: „Ich fühle mich gut. Mit meinen letzten Spielen bin ich zufrieden.“

In neun Spielen außen vor

Dabei hätte der Mann, der schon als dreieinhalbjähriger Knirps für den VfR Pforzheim die Kickstiefel schnürte und dann über Germania Brötzingen und den 1. CfR Pforzheim den Sprung in den bezahlten Fußball schaffte, allen Grund zu hadern. Schließlich wurde er nach seinem Wechsel vom SC Freiburg auf den Bökelberg in der Fohlen-Elf nur in 13 der 22 Ligaspiele eingesetzt.

Und irgendwie hängt Grifos Herz immer noch an den Südbadenern. Im Breisgau entwickelte er sich zwischen 2015 und 2017 mit 20 Treffern in 61 Spielen zum absoluten Star. „Das war eine schöne Zeit in Freiburg. Auch heute pflege ich noch Kontakte dorthin, beispielsweise zu Amir Abrashi, Christian Günter und Nils Petersen.“ Dennoch verschwendet der Italiener keinen Gedanken daran, nach dem Karlsruher SC, der TSG Hoffenheim und dem SC Freiburg mit dem VfB Stuttgart irgendwann den vierten baden-württembergischen Renommierclub zu verstärken: „Es passt derzeit alles.“

Dass es den mächtig drängenden Gladbachern vor 53296 Zuschauern, darunter Grifos Eltern, beide Brüder, Onkel und Tanten, nicht gelingt, die frühe Führung des VfB auszugleichen (Daniel Ginczek, 5. Min.), liegt nicht an Grifo. Seinen genialen Pass von halblinks in die Spitze zu Lars Stindl, vergibt in der 26. Minute Gladbachs Kapitän. Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler ist einen Tag vor seinem 29. Geburtstag nicht nur in dieser Situation voll auf der Höhe.

Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, dass Grifo nur ungern, zumindest aber selten, von seinen Teamkameraden auf der linken Offensivseite eingesetzt wird. Deshalb rochiert er immer mal wieder mit Nico Elvedi: „Ich habe versucht, mal über außen, mal über innen meinen Platz zu finden.“

Zwei schwere Aufgaben

Die Wundertüte Borussia Mönchengladbach, die in dieser Saison alle Gesichter zeigt, ist am Sonntag gegen Borussia Dortmund gefordert. „Wir werden alles versuchen“, macht Grifo sich und seiner Elf schon mal Mut. Am selben Tag will Stuttgarts neuer Trainer Tayfun Korkut im schwäbischen Duell beim FC Augsburg auch in seiner dritten Partie ungeschlagen vom Platz gehen. „Wir müssen variabel bleiben“, gibt VfB-Kapitän Christian Gentner als taktische Marschroute aus. „Unsere Doppelspitze (Gomez/Ginczek) zeigt Wirkung.“

helmut
14.02.2018
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Denen fehlt es allen an Charakter. In Freiburg ein Star und setzt sich lieber für ein paar Kröten mehr auf die Bank. Damit hat schon manch ein Spieler seine Karriere geopfert. Man hörte nichts mehr von ihnen oder sind in unteren Ligen verschwunden. Ich gönne ihm noch viele Spiele auf der Bank. mehr...