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Wie schon vor einem Jahr wird es eng für die SG Ölbronn-Dürrn (weiße Hemden). Doch das Kreisliga-Schlusslicht gibt sich noch lange nicht auf.   PZ-Archiv
Wie schon vor einem Jahr wird es eng für die SG Ölbronn-Dürrn (weiße Hemden). Doch das Kreisliga-Schlusslicht gibt sich noch lange nicht auf. PZ-Archiv
05.12.2017

Große Aufgabe für Ölbronn-Dürrn

Die Kreisliga ist in diesem Jahr so stark geworden, da kann man sich keinen Fehler leisten“, sagt Matthias Bastian, der die Geschicke der SG Ölbronn-Dürnn leitet. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg stehen die Fußballer von Trainer Dietmar Dierlamm scheinbar schon abgeschlagen auf dem letzten Platz. Fünf Punkte haben sie erst, halb so viele wie der Vorletzte 1. FC Dietlingen.

Durchaus zufrieden

„Die letzten zehn Prozent haben gefehlt“, sagt Dierlamm rückblickend. Mit dem Einsatz seiner Schützlinge ist er durchaus zufrieden. Fehler sind ihnen allerdings unterlaufen. Ärgerlich war unter anderem das Spiel gegen den FV Öschelbronn, als in der Schlussphase aus einem 1:1 ein 1:4 wurde. Unglücklich war zum Beispiel das 0:1 gegen den 1. FC Ispringen. Beim SV Huchenfeld, der Platz zwei belegt und sehr gut besetzt ist, war nicht mit einem Erfolgserlebnis zu rechnen. Dass es auch da ein 0:1 gab, da der eingewechselte Enzberger Michael Schrammel für den SVH traf, wurmt Bastian und Dierlamm immer noch. SG-Spieler hatten zuvor vier gute Chancen ausgelassen, zweimal sogar freistehend nicht getroffen.

Nur eine der elf Niederlagen war in der Hinsicht schmerzhaft, dass man quasi kein Bein auf den Boden brachte: Zum 0:6 beim TSV Wurmberg-Neubärental kam es aus Sicht von Club-Funktionär Bastian, weil die Spieler bei dieser Aufgabe nicht an sich glauben: „Bei Wurmberg haben wir noch nie etwas geholt – schon in der A-Liga nicht.“ Ölbronn-Dürrn könnte zehn Punkte mehr haben, sagt Bastian.

Wäre das der Fall, bestünde zwar auch Abstiegsgefahr, doch Platz 12, 13 oder 14 wäre immer noch ermutigender, als Rang 16. Wie wichtig ein fitter Florian Breit ist, hat sich noch einmal gezeigt. Der Stürmer spielte zwar oft, konnte aber teilweise nicht trainieren und plagte sich mit Verletzungen. Getroffen hat er beim einzigen Sieg, einem 2:0 gegen den FV Langenalb vor drei Monaten. In insgesamt 14 Spielen hat die SG lediglich elf Treffer erzielt. Wenn es so weitergeht, hat es sich mit der Kreisliga-Zugehörigkeit in einem halben Jahr erledigt – zumal 37 Gegentreffer auch nicht gerade wenig sind. „Wir gehören zu den wenigen schwächeren Mannschaften“, sagt der 56-jährige Dierlamm: „So lange wir noch die Chance haben, glaube ich aber daran.“

Trainerwechsel nicht absehbar

Gewöhnlich wechselt die SG alle drei Jahre den Trainer. Ob es auch dieses Mal so ist, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wolle man den Coach nicht feuern und eine Fortsetzung der Zusammenarbeit 2018/19 könnten sich wohl beide Seiten vorstellen, sagt Bastian. Ex-Oberligaspieler Dierlamm bestätigt das. Ein Abstieg wäre schade, meint Bastian, für den aber klar ist, dass viele Konkurrenten ehrgeizigen jungen Spielern mehr zu bieten haben. „Wenn wir wieder in der A-Liga spielen, tut uns das aber auch nicht weh.“ Im ersten Jahr unter Dierlamm, als der Aufstieg gelang, sei es super gelaufen, nun fehle das Glück. Am Samstag, 14.30 Uhr, ist das Nachholspiel beim Konkurrenten Spvgg Conweiler-Schwann angesetzt. Doch aufgrund es winterlichen Wetters ist eine Absage wahrscheinlich.