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Klare Ansage: In Sachen Teamtaktik sieht Kelterns Trainer Christian Hergenröther vor der Rückrunde noch Luft nach oben.   PZ-Archiv/Ripberger
Klare Ansage: In Sachen Teamtaktik sieht Kelterns Trainer Christian Hergenröther vor der Rückrunde noch Luft nach oben. PZ-Archiv/Ripberger
19.12.2017

Große Ziele, gemischte Bilanz bei den Rutronik Stars Keltern

Bevor es in der Bundesliga und im Pokal in die entscheidende Phase geht, haben sich die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern erst einmal in die wohlverdiente Weihnachtspause verabschiedet. „Abschalten, ein paar Tage nicht an Basketball denken“, hat Trainer Christian Hergenröther sich und seinen Mädels verordnet. Am 2. Januar sieht man sich dann in der ersten Trainingseinheit im neuen Jahr wieder. Die PZ beantwortet die wichtigsten Fragen rund ums Team.

Wie fällt die Bilanz der ersten Saisonhälfte aus?

Gemischt. „Mit dem Abschneiden in der Liga sind wir zufrieden. Wir haben viele Spiele deutlich gewonnen. Wir könnten aber das eine oder andere auch besser machen“, sagt Spielmacherin Stina Barnert und denkt dabei an die „ärgerliche Niederlage in Hannover“. Das Ausscheiden im EuroCup bereits in der Gruppenphase war auch nicht geplant. „Das war enttäuschend“, sagt Christian Hergenröther, verweist aber auf gute Gegner mit starken Speilerinnen und hohen Budgets. Einen Vorteil hat das Ganze für den Coach: „Jetzt können wir uns voll und ganz auf die Liga konzentrieren.“

Welche Ziele setzen sich die Sterne für die zweite Saisonhälfte?

Als amtierender Vizemeister und Pokalfinalist will man mindest so gut abschneiden wie in der vergangenen Saison. Ziel ist also wieder das Final-4 im Pokal sowie die Finalrunde in den Bundesliga-Playoffs.

Woran will das Team im neuen Jahr verstärkt arbeiten?

„Wir hatten im Sommer einige Wechsel und müssen uns als Team immer noch finden“, sagt Christian Hergenröther. Durch den EuroCup mit seinen vielen Spielen und Reisen hätten dem Team einige Trainingseinheiten gefehlt. Die Spielerinnen seien schon bei 100 Prozent, teamtaktisch sei aber noch Luft nach oben. „Da sind wir vielleicht erst bei 70 Prozent“, sagt Hergenröther. Bis zum Saisonfinale im April sollen die Defizite behoben sein. Bis dahin müsse die Mannschaft lernen, auch dann als Team weiterzuspielen und fokussiert zu bleiben, wenn ein Spiel eng ist oder man zurückliegt.

Was sagen die Zahlen über Kelterns Leistungen?

Kein Bundesliga-Team trifft so häufig wie die Sterne. 1022 Punkte in zwölf Spielen, das ist ein Schnitt von über 85 Punkten pro Partie. Amber Orrange (171), Marina Markovic (151) und Shaquilla Nunn (132) sind Kelterns Topscorerinnen, die auch in der Liga zu den Top 25 zählen. Spitzenspielerin ist aber die Lettin Sabine Niedola (Saarlouis/260 Punkte in zwölf Spielen). Beste Sterne-Rebounderin ist Nunn (86/Platz 12 in der Liga), Spielmacherin Stina Barnert liegt mit 51 Assists bundesweit auf Rang zwei hinter Brittany Nachelle Hrynko (Halle/64). Dass Keltern auf einen breit besetzten Kader und viel Rotation setzt, zeigt der Blick auf die Spielzeitstatistik. Während andernorts wichtige Akteurinnen teilweise mehr als sieben Stunden auf dem Parkett standen, kommen bei Keltern die am häufigsten eingesetzten Barnert, Orrange und Markovic jeweils nur auf etwas mehr als fünf Stunden.

Tut sich personell in der

Winterpause noch was?

Nach dem Abgang von Katarina Fikiel (ging nach Polen) sucht der Verein eine Ergänzung auf der Center-Position. Noch aber kann Vereinschef Dirk Steidl keinen Vollzug melden.

Wie geht es im neuen Jahr sportlich weiter?

Mit einer Englischen Woche. Am 7. Januar (Sonntag) steht das Pokal-Viertelfinale beim Zweitliga-Spitzenreiter Freiburg an, am 10. Januar (Mittwoch) steigt das Bundesliga-Heimspiel gegen Marburg, am 14. Januar (Sonntag) geht es nach Göttingen.