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Vorstandsvorsitzender Markus Geiser hat mit dem 1. CfR Pforzheim einiges vor: Unter anderem soll die marode Tribüne bis Ende 2018 durch eine neue ersetzt sein.
27.07.2017

Große Ziele im Brötzinger Tal: Tribünen-Abriss und Regionalliga-Aufstieg

Noch steht die marode Tribüne im Stadion im Brötzinger Tal. Doch schon bald könnten die Bagger anrollen. Laut Markus Geiser, Vorstandsvorsitzender des 1. CfR Pforzheim, sind alle notwendigen Absprachen mit den städtischen Ämtern geführt.

„Der Bauantrag geht diese oder nächste Woche raus. Wir müssen noch ein paar Dinge regeln, und dann reißen wir ab“, erzählt er im Video-Interview mit „PZ-news“. Gegen Ende des kommenden Jahres soll dann endlich die neue Tribüne stehen und der Ball im Brötzinger Tal wieder rollen.

Umfrage

Schafft der 1. CfR Pforzheim in den kommenden Jahren den Aufstieg in die Regionalliga Südwest?

Ja, der Verein ist auf einem guten Weg 45%
Nein, dieses Ziel wird der CfR nicht erreichen 50%
Weiß nicht 5%
Stimmen gesamt 483

Beim CfR ist man optimistisch. Die Aufbruchstimmung rund um den Oberliga-Verein ist spürbar. Auf der Baustelle wird kräftig angepackt. Um Kosten zu sparen, helfen fleißige Mitglieder bei der Fertigstellung des neuen Clubhauses. Die Fliesen im späteren VIP-Bereich sind schon gelegt. Auch der Aufzug ist bereits eingebaut – zwei Logen-Räume sind in der Mache. Mit möglichen Pächtern für das Club-Restaurant sei man in Gesprächen. Doch das gestalte sich schwierig, berichtet Geiser, der den Umbau des Stadions gerne scherzhaft mit dem Berliner Flughafen „BER“ vergleicht.

Bildergalerie: So soll das Stadion im Brötzinger Tal zukünftig aussehen

Sorgen bereiten dem Vorstandsvorsitzendem die schwierige auch Platzsituation im Brötzinger Tal. Dem Verein stehen nur drei Plätze zur Verfügung, was in naher Zukunft zu Problemen führen könnte. „Wir haben allein 14 Jugendmannschaften – Tendenz steigend. Da reichen drei Plätze nicht aus“, sagt Geiser. Doch auch hier ist der Verein auf der Suche nach einer praktikablen Lösung. „Wir sind im Kontakt mit dem GU und dem VfB Pforzheim“, berichtet der 45-Jährige.

Regionalliga im Visier

Sportlich hat der 1. CfR Pforzheim in den nächsten Jahren Großes vor. Bis 2020 soll im Brötzinger Tal Regionalliga-Fußball zu sehen sein. Dann könnte der Verein traditionsreiche Mannschaften wie die Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim, FC Saarbrücken oder Kickers Offenbach in Pforzheim begrüßen. Markus Geiser ist überzeugt, dass dieses Ziel erreicht werden kann. „Die sportliche Abteilung und der gesamte Verein machen eine hervorragende Arbeit. Wir sind auf einem guten Weg. Für den Schritt Regionalliga wollen wir hier natürlich auch professionellere Strukturen schaffen“, sagt er.

Bildergalerie: Markus Geiser im Stadion im Brötzinger Tal

Optimistisch blickt der CfR-Macher auch in die kommende Saison. „Wir haben eine starke und erfahrene Truppe mit einem super Trainer. Es wird schwer, uns zu schlagen“, verspricht er und kann sich eine kleine Kampfansage in Richtung Nöttingen nicht verkneifen: „Dieses Jahr sind sie mal dran“.

Als „Luxus-Problem“ beschreibt der 45-Jährige derweil einen möglichen Aufstieg in der kommenden Saison. Für die Vorrunde der Regionalliga-Saison 2018/19 stände das Stadion im Brötzinger Tal noch nicht zur Verfügung. „Auch für diesen Fall würden wir eine Lösung finden“.

Einen weiteren Traum will sich Geiser in naher Zukunft ebenfalls noch erfüllen: Eine Teilnahme am DFB-Pokal. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg im BFV-Pokal. „So etwas kann man natürlich nicht planen. Aber wir waren in den vergangenen Jahren immer nah dran – haben zum Beispiel Waldhof Mannheim geschlagen und sind zwei Mal nur knapp an Walldorf gescheitert. Aber dieses Jahr ist der Karlsruher SC wieder dabei. Da brauchen wir natürlich auch ein wenig Losglück“, sagt Geiser.

Kommentar von PZ-Redakteur Johannes Röckinger:

„Endlich geht es voran im Brötzinger Tal und mit dem Fußball in Pforzheim. Der 1. CfR Pforzheim verkörpert derzeit Fortschritt – und dieser ist auch dringend notwendig. Eine Stadt wie Pforzheim gehört mindestens in die Regionalliga. Aber nicht nur der Verein ist gefordert. Die Zuschauerzahlen auf dem Holzhof waren in der vergangenen Saison enttäuschend. Das muss sich dringend ändern. Der Verein hat mehr Unterstützung verdient.“