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Nicht immer geht es friedlich zu bei Spielen des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern Unser Bild zeigt eine Szene vom Relegationsspiel des KSC gegen SSV Jahn Regensburg. Um solche Szenen zu vermeiden, setzt die Polizei auf ein Bündel an Maßnahmen und auf Kommunikation mit den Fans über Soziale Netzwerke.
Nicht immer geht es friedlich zu bei Spielen des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern Unser Bild zeigt eine Szene vom Relegationsspiel des KSC gegen SSV Jahn Regensburg. Um solche Szenen zu vermeiden, setzt die Polizei auf ein Bündel an Maßnahmen und auf Kommunikation mit den Fans über Soziale Netzwerke.
18.03.2015

Großeinsatz für die Polizei beim Hochrisikospiel KSC - 1. FCK

Karlsruhe. Fußball ist eigentlich ein schöner Sport. Die andere Seite dieses Freizeitvergnügens hat man in den vergangenen Jahren immer wieder bei Spielen zwischen Karlsruher SC und 1. FC Kaiserslautern erleben müssen. Und so setzt die Polizei für das an diesem Sonntag um 13.30 Uhr anstehende Fußballspiel beider Zweitliga-Clubs zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit auf die Kommunikation mit den Fans. Aber auch schon im Vorfeld wurden einige Maßnahmen getroffen, um Randale und Schlägereien nach dem Abpfiff zu vermeiden.

Um wichtige und hilfreiche Informationen noch schneller an die Fans geben zu können, wird die Polizei Karlsruhe das Spiel auch auf ihren sozialen Netzwerken Twitter und Facebook begleiten. „Bei zurückliegenden Begegnungen beider Teams konzentrierte sich die besondere Spannung und Brisanz leider nicht immer nur auf das Spiel“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Mehrfach habe es gegolten, drohende Eskalationen verfeindeter Fangruppen unter dem Einsatz starker Sicherheitskräfte zu verhindern, wie auch bereits beim Spiel der Hinrunde in Kaiserlautern. In dieser Begegnung sieht Polizeieinsatzleiter Fritz Rüffel zudem ein erhöhtes Gefahrenpotential, zumal die Tabellennachbarn mit Aufstiegsambitionen in unmittelbarer Konkurrenz stehen.

Aus diesem Grund habe er sich mit offenen Briefen an die Anhänger auf beiden Seiten gewandt und neben Verhaltenstipps auch Empfehlungen für die An- und Abreise gegeben. Diese Hinweise der Polizei werden auch auf den Internetseiten der Fußballvereine zu lesen sein. Weitere Verbesserungen sieht der Polizeieinsatzleiter auch durch eigene Aktivitäten der Vereine, die sich selbst in der Pflicht sehen und neue Wege beschreiten wollen. Mit einer gemeinsamen Fairplay-Erklärung in den Stadionzeitschriften wie auch in sozialen Netzwerken appellieren die Sportdirektoren der beiden Vereine, Jens Todt und Markus Schupp, an die Vernunft ihrer Fans. Die Polizei verfügte ein Bündel von Präventivmaßnahmen, wie beispielsweise Aufenthalts- und Betretungsverbote, und verschickte Gefährderanschreiben und Fanbriefe.

„Wir, von der Karlsruher Polizei wünschen uns bei aller Leidenschaft und Emotionen ein friedliches Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften. Wir appellieren an Ihre Fairness, an Ihren Sportgeist und an Ihre Bereitschaft, gerade auch im Sinne vom KSC mit der nötigen Gelassenheit zu einer rein sportlichen Begegnung beizutragen“, so die Botschaft von Einsatzleiter Rüffel an die Fans. Zur Vermeidung gewalttätiger Aktionen sei die konsequente Separierung der Fans, gerade bei dieser als Hochrisikospiel eingestuften Begegnung, ein absolutes Muss. Randalierern wie auch Straftätern werde man sofort die „rote Karte“ zeigen und ihnen damit kein Forum bieten. „Gewalt ist niemals zu rechtfertigen“, so der Einsatzleiter.

Dies betreffe gleichermaßen das Tragen von Vermummungen wie auch das Abbrennen von Pyrotechnik. Um Gewalt und Randale erst gar nicht aufkommen zu lassen, seien wieder Anti-Konflikt-Teams im Einsatz, die mit beschrifteten gelben Warnwesten auch als solche erkennbar sein würden. Die genaue Zahl der Kräfte, mit der die Polizei für einen friedlichen Verlauf sorgen will, stehe derzeit noch nicht fest.

Bereits ab 10.30 Uhr wird es eine Sperrung des Adenauerrings zwischen dem Durlacher Tor und der Linkenheimer Landstraße für den Durchfahrtsverkehr geben. Die KSC-Dauerkarteninhaber erreichen den für sie reservierten Teil des Birkenparkplatzes über die Linkenheimer Landstraße und den Adenauerring. Für Gäste-Fans ist die Anfahrt über die Theodor-Heuss-Allee zum Birkenparkplatz möglich. Nach Spielende kann der Adenauerring zeitweise für den gesamten Fußgänger- und Fahrzeugverkehr in Richtung des Durlacher Tors gesperrt werden. Die Sperrung mittels Gitter wird dann ab dem „Eingang Mitte“ (hinter der Gegentribüne) erfolgen.

Die Polizei empfiehlt deshalb allen Fans des KSC, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wildpark gekommen sind, sich nach Ende des Fußballspiels über den Schlossgarten zu den Straßenbahnhaltestellen „Marktplatz“ beziehungsweise „Kronenplatz“ zu begeben oder das Stadion über den Ausgang „Fasanengarten“ zu verlassen. Darüber hinaus bleibt für alle abwandernden KSC-Fans auch der Adenauerring in Richtung Mühlburger Tor geöffnet.

Für bahnreisende Kaiserslauterer Fans wird am Sonntag ein direkter Bustransfer vom Hauptbahnhof zum Wildparkstadion zur Verfügung stehen. Hierzu erwarten sie Busse an der Südseite des Bahnhofs. Nach dem Spiel steht für die Gästefans wieder ein Bustransfer vom Stadion auf direktem Weg zum Hauptbahnhof zur Verfügung.

Im Übrigen empfiehlt die Polizei nicht zuletzt aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen im Innenstadtbereich, rechtzeitig in den Wildpark zu kommen. Wegen der erhöhten Sicherheitsstufe seien die Ordnungskräfte im Interesse aller Besucher gehalten, sorgfältige Eingangskontrollen durchzuführen. Für die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen und damit verbundener Wartezeiten bittet die Polizei „alle echten Fußballfreunde“ schon jetzt um Verständnis.