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Verletzt am Boden: Michael Schürg kurz vor seinem Aus; Gegenspieler Luca Fritz erkundigt sich.  Foto: Streckfuss 

Großes Pech für den Torjäger des FC Nöttingen: Saisonaus für Michael Schürg

Remchingen-Nöttingen. „Das wird wohl nichts mehr in dieser Saison“, sagt Michael Schürg. Der Torjäger des Fußball-Oberligisten FC Nöttingen zog sich am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel beim SV Oberachern einen Bruch in der linken Mittelhand zu. Nach genauer ärztlicher Untersuchung rechnet Schürg damit, dass er in der laufenden Saison 2017/18 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr ins Geschehen eingreifen kann. Die Verletzung wird konservativ, das heißt, ohne Operation, behandelt.

Es geschah bei einem Zweikampf nach knapp einer Stunde. Schürg griff nach hinten, sein Gegenspieler wischte die Hand beiseite: „Dabei muss es irgendwie passiert sein“, vermutet der 33-Jährige, der im Winter seinen Vertrag beim FC Nöttingen um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der gebürtige Renninger ist jetzt seit Juni 2013 beim FC Nöttingen.

Wichtiges Tor trotz Verletzung

Für Michael Schürg war das Aus in Oberachern ein Déjà-vu-Erlebnis: In der Saison 2013/14 brach er sich im Derby beim TSV Grunbach das linke Handgelenk. Damals spielte er die Saison mit einer Manschette zu Ende und wurde im Aufstiegsspiel beim FSV Salmrohr sogar zum entscheidenden Spieler: Beim Rückspiel erzielte er das 1:0. Mit diesem Ergebnis stiegen die Nöttinger in die Regionalliga Südwest auf. „Die Manschette hatte mich ziemlich gestört. Irgendwann während des Spieles habe ich sie dann abgemacht und dann das Tor erzielt“, erinnert sich Schürg.

Das entscheidende Tor in Oberachern erzielte Holger Fuchs (73. Minute). Mit dem Sieg bei den äußerst heimstarken Südbadenern haben sich die Nöttinger wieder in eine komfortabel Tabellensituation manövriert. Als Tabellenfünfter erwarten die Lilaweißen am kommenden Donnerstag im heimischen Panoramastadion den Zweiten SGV Freiberg (19.00 Uhr).

Mit dem Ausfall von Michael Schürg verschärfen sich die personellen Probleme für Dubravko Kolinger. „Ich weiß noch nicht, wie wir das kompensieren. Ich muss erst mal das Training abwarten und möchte jetzt nicht spekulieren“, sagte der Nöttinger Trainer gestern. Die Langzeitverletzten Ernesto de Santis und Julian Kern fallen weiterhin aus.