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Häufiger an den Ball gehen möchte Riccardo Di Piazza (rechts). Foto: Gössele, PZ-Archiv
Häufiger an den Ball gehen möchte Riccardo Di Piazza (rechts). Foto: Gössele, PZ-Archiv
27.08.2012

Grübeln über Konsequenzen: FCN-Trainer Wittwer will sich nicht auf personelle Änderungen festlegen

Für einen kleinen Augenblick lang schien Michael Wittwer etwas zu den personellen Konsequenzen aus dem Nöttinger 2:2 (1:2) gegen den Offenburger FV sagen zu wollen. Doch dann überlegte der FCN-Trainer kurz, schüttelte den Kopf und erklärte nur: „So kurz nach dem Spiel weiß ich noch nicht, ob jemand wieder spielt oder nicht. Manchmal möchte man direkt nach so einer Partie Konsequenzen ziehen, was man dann aber mit etwas Abstand doch anders sieht.“

Dabei hatte sein FCN in einigen Aktionen gezeigt, weshalb er zu den besten Mannschaften der Fußball-Oberliga gezählt wird. Doch erst vertändelten Leutrim Neziraj und Co. ihre Angriffe so leichtfertig, dass es nach 40 Minuten trotz drückender Überlegenheit nur 1:0 stand. Dann leisteten sich die Remchinger in der Rückwärtsbewegung einen gefährlichen Schlendrian – und wurden mit zwei Gegentreffern bestraft.

Mit Jokerrolle nicht zufrieden

Neziraj traf zwar noch zum Ausgleich – doch die entscheidende, für den FCN zufriedenstellende Wendung konnte auch der in der 55. Minute für Reinhard Schenker eingewechselte Riccardo Di Piazza dem Spiel nicht mehr geben. Zwei Freistöße brachte der 23-Jährige als Schüsse aufs Tor, drei weitere segelten als Flanken in den Sechzehner. „Die Standards waren dieses mal aber nicht so gut“, zeigte sich Di Piazza nach dem Spiel selbstkritisch. „Aber als ich die letzten Male reinkam, habe ich gezeigt, was ich kann.“ Der Mann mit der Nummer zehn auf dem Rücken war in den bisherigen Punkt- und Pokalspielen stets eingewechselt worden. Zum Saisonauftakt gegen den SV Spielberg machte er das 3:0, im BFV-Pokal gegen Reichenbach bereitete er Nezirajs 1:1 vor und netzte selbst zum 4:2 ein. Mit seiner Jokerrolle ist Di Piazza „nicht glücklich. Ich habe natürlich den Anspruch, von Anfang an zu spielen.“

Am liebsten würde er schon morgen auflaufen: Um 19.00 Uhr sind in Nöttingen die Minimalisten des FC Astoria Walldorf zum Nachholspiel zu Gast. Die Kurpfälzer haben bisher eine 0:1-Pleite gegen die Spvgg Neckarelz und einen 1:0-Sieg gegen den FC Singen auf dem Konto. Ob dann einer der bisherigen Einwechselspieler – gegen Offenburg kamen auch Niklas Hecht-Zirpel und Maximlian Pfeiffer in Hälfte zwei ins Spiel – von Beginn an aufläuft, ist laut Wittwer noch nicht sicher: „Das entscheide ich nach dem Abschlusstraining am Dienstag“, so der FCN-Trainer.