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Trainer Michael Wittwer zeigt, wo der Sportpark entsteht. Foto: Gössele
Trainer Michael Wittwer zeigt, wo der Sportpark entsteht. Foto: Gössele
02.07.2013

Grünes Licht für den „Panorama-Sportpark“ in Nöttingen

Nöttingen. Etliche Jahre der Vorbereitung und des zähen Ringens mit der Gemeinde waren erforderlich. Doch nun hat Fußball-Oberligist FC Nöttingen auch noch die letzte Hürde zum Bau eines neuen Kunstrasen-Platzes genommen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde das Projekt „Panorama-Sportpark“ mit nur einer Gegenstimme der rund 50 Anwesenden verabschiedet. Zuvor hatte auch schon der Remchinger Gemeinderat – bei drei Enthaltungen – seine Zustimmung für den Bau und die Finanzierung des Platzes erteilt, der unweit des Panoramastadions auf dem bisherigen Trainingsgelände entstehen soll.

„Dieser Schritt war dringend nötig, um den Verein sportlich voran zu bringen“, betonte FCN-Vorstandsvorsitzender Dirk Steidl und fügte hinzu: „Ohne Kunstrasen ist es heutzutage fast unmöglich, eine qualifizierte Jugendarbeit zu betreiben. Und es geht auch darum, unsere bestehenden Rasenplätze zu schonen.“

Zurzeit nehmen beim FCN zwölf Nachwuchs-Teams sowie zwei Aktiven-Mannschaften (Ober- und Landesliga) am Spielbetrieb teil. „Unsere Jugend musste bei den schlechten Witterungsbedingungen im Winter zum Teil auf der Straße oder in kleinen Hallen trainieren. Das ist kaum zumutbar“, argumentierte Steidl. Der Nöttinger Aufsichtsrats-Chef Peter Vetter hielt derweil noch eine andere Neuigkeit parat. Denn eigentlich sollte die Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich zwischen dem FCN und dem FC Wilferdingen auf Drängen der Alemannia beendet werden. „Die SG Remchingen existiert jetzt aber doch weiter, weil wir mit der jungen Garde im Wilferdinger Verein eine neue Basis gefunden haben“, verriet Vetter. So gesehen, kommt der neue Kunstrasenplatz in Nöttingen zur rechten Zeit, um größere Trainingskapazitäten bieten zu können. 900000 Euro soll das Bauvorhaben verschlingen. Einen Regelzuschuss von 180000 Euro (20Prozent) gewährt die Gemeinde Remchingen. Durch Eigenarbeit will der FC Nöttingen rund 270000 Euro aufbringen. Den Restbetrag von 450000 Euro deckt das Darlehen einer Interessensgruppe ab, die aus Personen und Firmen besteht, die dem Verein nahe stehen. Geplant ist, dass 76 Geldgeber („19+57“/FCN-Gründungsjahr) jährlich je einen Betrag von 500 Euro für die Sonderfinanzierung des Kunstrasens bereitstellen. „Dadurch wird das Vereinsbudget nicht belastet und es entsteht kein finanzielles Risiko“, versichert Vetter. Auf einer Informations-Veranstaltung beantworteten der Aufsichtsratschef und sein technischer Berater Gerd Siebler darüber hinaus noch Fragen besorgter Nöttinger Anwohner, die vor allem zusätzliche Lärmbelästigungen befürchten.

Aus diesem Grund hatte sich auch eine Bürgerinitiative gebildet, die das Projekt im Gemeinderat aber nicht kippen konnte.

Für den neuen Kunstrasenplatz wird das bisherige Trainingsgelände am Rande des Wohngebiets vergrößert. Auch kleinere Gebäude und eine oberligataugliche Flutlicht-Anlage sind im Plan vorgesehen. Genauso wie ein lärmunempfindlicher Ballfangzaun (6,0 Meter) und eine Mauer (2,51 Meter) hin zum evangelischen Kindergarten, der den neuen Platz mitnutzen kann. Baubeginn ist Anfang August oder September. Der Kunstrasen soll möglichst schon zum Jahresende bespielbar sein. Im Juni 2014 will der Verein alle Bauvorhaben abgeschlossen haben.