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Genug der Pokalspiele (wie hier gegen den VfR Ittersbach): Jetzt rennen Grunbachs Dirk Prediger (blaues Trikot, links) und Dominik Salz in der Oberliga Ball und Punkten hinterher. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Genug der Pokalspiele (wie hier gegen den VfR Ittersbach): Jetzt rennen Grunbachs Dirk Prediger (blaues Trikot, links) und Dominik Salz in der Oberliga Ball und Punkten hinterher. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
09.08.2013

Grunbach und Nöttingen spielen zum Oberliga-Auftakt gegen Aufsteiger

Pforzheim. Endlich – es geht wieder um Zählbares. Nach Wochen voller Test- und Pokalspiele rollt am Wochenende in der Oberliga Baden-Württemberg wieder der Ball. Und die Vorfreude der Fußballer ist groß: „Endlich geht die Saison los. Wir sind alle heiß und hoffen auf drei Punkte in Heidenheim“, schrieb Grunbachs hängende Spitze Dirk Prediger am Freitag auf seiner Facebook-Seite. „Natürlich freuen wir uns. Wir wollen nach sechs Wochen Vorbereitung sehen, wo wir stehen“ sagte sein Trainer Adis Herceg im Gespräch mit der PZ. Und auch beim FC Nöttingen freut man sich auf das erste Duell – auch wenn der Gegner nun FV Ravensburg statt FC Schalke 04 heißt.

„Alle Mann an Bord“ hieß es vor dem gestrigen Training beim TSV Grunbach. Auch Matthias Fixel (krank) und Manuel Salz (Innenbanddehnung am Knie) sollen morgen um 15 Uhr gegen die Reserve des FC Heidenheim wieder fit sein. Mit dem Auswärtsspiel beim Meister der Verbandsliga Württemberg steht dem TSV ein unbequemer Auftakt bevor: „Sie werden defensiv stehen und auf Konter lauern“, prophezeit Adis Herceg vom Grunbacher Trainer-Duo. Daher müssten seine Spieler viel Geduld haben.

Zudem sind die Schwaben schwer einzuschätzen: „Wir haben sie vor zehn Tagen beobachtet, aber da standen ganz viele Spieler auf dem Platz, die gegen uns nicht dabei sind“, berichtet Herceg. Während damals, beim 1:2 im württembergischen Pokal gegen den SC Geislingen viele A-Jugendspieler auf dem Platz standen, werden morgen wohl wieder einige erfahrene Kicker den Ton angeben. Zudem wurden mit den Mittelfeldspielern Hans-Alex Thies (SSV Reutlingen) und Felix Hörger (SSV Ulm) noch zwei potenzielle Leistungsträger verpflichtet.

Während Angreifer Prediger trotzdem auf drei Punkte hofft, ist Coach Herceg vorsichtiger: „Wir wollen mindestens einen Punkt mitnehmen“, lautet seine Vorgabe.

Auch der FC Nöttingen trifft auf einen Aufsteiger aus dem Schwäbischen: Heute ist um 18.00 Uhr der FV Ravensburg im Panoramastadion zu Gast, der im Vorjahr hinter dem FC Heidenheim II Vizemeister in der Verbandsliga Württemberg wurde.

FCN-Gegner relativ unbekannt

Wegen der arbeitsintensiven Vorbereitung auf das DFB-Pokalspiel gegen den FC Schalke 04 hatte Nöttingens Trainer Michael Wittwer bis Donnerstag wenig Zeit, sich mit dem Auftakt-Gegner zu beschäftigen. Fakt ist, dass die als einer der Titelaspiranten gehandelten Nöttinger gegen Ravensburg als klarer Favorit auflaufen.

Was man aus dem Schalke-Spiel für die Oberliga mitnehmen könne, wurde Wittwer am Montagabend nach dem Pokalschlager gefragt. „Ich sage den Spielern, dass wir Schalke sind“, antwortete der Nöttinger Coach. „Mach’s lieber nicht, Micha“, entgegnete Schalke-Trainer Jens Keller angesichts der dürftigen Vorstellung der Gelsenkirchener mit einem Augenzwinkern.

Wittwer wird heute wohl die Mannschaft aufs Feld schicken, die gegen Schalke mehr als ordentlich gespielt hat. Mit Ausnahme von Mario Hohn sind alle Spieler einsatzbereit.

Bei den Gästen aus der Spielestadt richten sich viele Augen auf Steffen Wohlfahrt: Der 29-jährige Angreifer hat einst 37 Zweitligaspiele für den FC Ingolstadt gemacht und spielte zuletzt für den FC Ross Country in der ersten schottischen Liga. Trotz Angeboten aus Liga drei hat sich der gebürtige Friedrichshafener für Ravensburg entschieden, da er dort ein BA-Studium beginnt.