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Erfrischung für Tobias Wichmann, Joel Müller, Dejens Kahsay und Abdulfatah Omri nach der halben Walter-Meile.
Großer Sport und großer Spaß: Bei der Walter-Meile (linkes Foto) liefern sich Jens Santruschek (rotes Shirt) und Markus Weiser (Nummer 2) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf der halben Walter-Meile laufen Heike Ribeiro, Ingrid Fischer, Monika Galko und Kati Stach (von links) gemeinsam mit einem Spruchband mit der Aufschrift „Dabeisein ist alles!“ über die Ziellinie. Becker
Großer Sport und großer Spaß: Bei der Walter-Meile (linkes Foto) liefern sich Jens Santruschek (rotes Shirt) und Markus Weiser (Nummer 2) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf der halben Walter-Meile laufen Heike Ribeiro, Ingrid Fischer, Monika Galko und Kati Stach (von links) gemeinsam mit einem Spruchband mit der Aufschrift „Dabeisein ist alles!“ über die Ziellinie. Becker
15.10.2017

Gute Stimmung auf und abseits der Strecke beim Walter-Nordstadt-Lauf

Eine, die immer lacht“, singen die Partyhungrigen im Sommer auf Mallorca genauso wie im Winter in Ischgl. In Pforzheims Nordstadt gibt es im Herbst aber mehr als das: nämlich gleich mehrere, die immer lachen.

Zum Beispiel: Die Sonne! Nach der Premiere im Vorjahr ging auch die zweite Auflage des Walter-Nordstadtlaufs bei Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen über die Bühne. Erneut lachten aber auch Markus Weiser (TB Wilferdingen) und Jens Santruschek (Kinostar Bretten), die wie im Vorjahr den Sieg auf der 7880 Meter langen Walter-Meile unter sich ausmachten – gestern aber mit dem besseren Ende für Weiser. Auch die Ersingerin Fabienne Ehringer strahlte mit der Sonne um die Wette, nachdem sie die Frauenwertung gewonnen hatte. Und immer lachen beim Walter-Nordstadt-Lauf auch Carlo-Schmid-Schüler: Wie 2016 liefen auf der halben Walter-Meile (3940 Meter) auch 2017 wieder drei von ihnen in die Top 10.

Dass die Zahl der Starter um etwa zehn Prozent auf 337 gestiegen war, machte Uwe Steiner von der Sportlichen Leitung froh. Und Markus Walter, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses, das das Rennen veranstaltete, freute sich besonders darüber, „dass die Zuschauer beim Caritas-Handicap-Lauf so begeistert mitgegeistert mitgegangen sind“. Erstmals waren auch Rollstuhlfahrer mit Begleitpersonen auf der für sie 400 Meter langen Strecke.

Den Anfang hatten gestern Mittag aber die Bambini gemacht. Pit Brakert von der SG Pforzheim/Eutingen schnappte sich dabei vor Valentin Sander (Sander Steuerberatungsgesellschaft mbH) Platz eins – beim Citylauf im Sommer waren die Jungs noch in umgekehrter Reihenfolge ins Ziel gekommen.

Blieben sie noch auf dem Gelände des Autohauses Walter, geht es zwei Stunden später für die Läufer der halben Walter-Meile zusätzlich auf die Straße – und das in einem Wahnsinnstempo: Das Carlo-Schmid-Tempo Dejens Kahsay, Abdulfatah Omri und Demba Sogue geben richtig Gas. Hinter ihnen blieb aber ein Mann ganz cool: Kai Nittel (Haecker Metall). „Die Jungs sind noch etwas jünger als ich, sie hatten wahrscheinlich noch nicht so viele Läufe“, sagt der 28-Jährige. Denn anders als sie schafft er es, sein Tempo konstant zu halten – und schnappt sich so den Sieg. Bei den Frauen sichert sich diesen Kamila Vylouzilova vom Team Schutzengel „obwohl das dieses Jahr mein erster und letzter Lauf war“.

Neue Bestzeit durch Weiser

Auch die Siegerin über die volle Distanz, Fabienne Ehringer, ist nicht im Verein als Läuferin unterwegs. Die 24-Jährige kommt aus der Leichtathletik, sprintete und sprang jahrelang für die LG Stein/Eisingen – und beweist nun Stehvermögen auf der knapp acht Kilometer langen Distanz: „Den Sieg hätte ich angesichts der starken Konkurrenz nie für möglich gehalten.“ Doch ihre nächsten Verfolgerinnen Stephanie Fischer und Christine Gradewald kommen erst 30 Sekunden nach ihr über die Ziellinie.

Enger sieht es lange Zeit bei den Männern aus: Santruschek vor Weiser, Weiser vor Santruschek, Santruschek vor Weiser – fünf Kilometer lang. Dann werden die Schritte des Vorjahressiegers schwerer, Weiser nutzt dies. Zieht davon. Gewinnt. Und: lacht, natürlich. „Den zweiten Platz vom Vorjahr konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen“, sagt er schmunzelnd. „Zugleich passt der Lauf aber auch terminlich perfekt für mich“, so der Athlet, der im Sportalltag auf den 2000 Metern Hindernis Zuhause ist. Nach 25:48 Minuten – eine neue Bestzeit auf der Walter-Meile – ist er im Ziel. Fast 20 Sekunden schneller als Santruschek in diesem, gut 50 Sekunden schneller als er selbst im vergangenen Jahr. „Das eine Jahr Unterschied macht in meinem Alter schon einiges aus“, verweist der 19-Jährige auf seine verbesserte Grundlagenausdauer. Und kündigt an: „Nächstes Jahr, bin ich wieder dabei.“ Denn den Walter-Nordstadt-Lauf, versichert Markus Walter, soll es auch 2018 wieder geben.