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Gute Stimmung trotz der Final-Niederlage: Die A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen mit dem Trainerteam Alexander Lipps (links) sowie Markus Rauch und Jürgen Kloutschek (von rechts) stellten sich auch mit Silbermedaille gerne zum Mannschaftsbild. 

Gute Stimmung trotz Niederlage: SG Pforzheim/Eutingen bietet Favorit aus Magdeburg im A-Jugend-Pokalfinale lange die Stirn

Pforzheim. Verlierer von Finalspielen sind normalerweise untröstlich. Das galt am Sonntag aber nicht für die A-Jugend der SG Pforzheim/Eutingen. Die hatte gerade das deutsche Pokalfinale gegen den SC Magdeburg in eigener Halle mit 25:30 verloren. Dennoch nahmen die Spieler und verantwortlichen ihre Silbermedaillen mit Stolz entgegen. Sie wussten, dass sie etwas Großes erreicht hatten. Und dass sie eine Niederlage kassiert hatten, die sich letztlich leicht verschmerzen ließ.

"Mit fünf Toren Differenz sind wir voll im Soll", sagte Alexander Lipps. Der Pforzheimer Trainer hatte eher mit einer deutlicheren Niederlage gerechnet. Schließlich waren die Magdeburger Nachwuchshandballer aus dem Leistungszentrum des ostdeutschen Bundesligisten "mit voller Kapelle" angetreten, also auch mit den Spielern des älteren Jahrgangs.

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Sport regional

Jungen Wilden winkt ein Titel: A-Jugendhandballer der SG Pforzheim/Eutingen im deutschen Pokalfinale

Darauf hatten sie bei der SG hingegen ganz bewusst verzichtet. Nach dem unglücklichen Aus in den Spielen um die deutsche Meisterschaft hatte Lipps seine Spieler des älteren Jahrgangs in die Sommerpause geschickt. Dass man sich dann ausschließlich mit Akteuren des jüngeren Jahrgangs bis ins Pokalfinale durchgebissen hatte, war schon ein Erfolg an sich – und letztlich eine großartige Leistung.

SG Pforzheim/Eutingen hält gut mit

Und die Pforzheimer A-Jugend knüpfte am Sonntag in der Bertha-Benz-Halle an diese guten Leistungen nahtlos an. Vor den 100 Zuschauern, die die Stadt Pforzheim angesichts sinkender Inzidenzwerte zugelassen hatte (es handelte sich vorwiegend und Familienmitglieder der Spieler), bestritten die Gastgeber zumindest die erste Halbzeit jederzeit auf Augenhöhe.

Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Der Favorit aus Magdeburg führte zwar meist knapp, aber beim 12:11 und 13:12 lag auch einmal Pforzheim vorne, vor allem dank der Tore von Vincent Virzi und Silas Schneider. Zur Pause allerdings führte Magdeburg wieder 15:14.

Handball A-Jugend Pokal
Mit seinen Toren hielt Vincent Virzi (am Ball) die SG lange im Rennen. Am Ende fehlten aber auch ein wenig im Kraft und damit Präzision.

Nach der Pause nahm die Partie dann aber den erwarteten Verlauf. Vom 16:18 bis zum 16:23 dauerte es gerade mal sechseinhalb Minuten. Während die Magdeburger ohne großen Leistungsabfall durchwechseln konnten, fehlten bei Pforzheim nach und nach Kraft und damit auch Präzision. Virzi, der vor der Pause noch eine hohe Treffsicherheit hatte, scheiterte nun zweimal am Aluminium.

Und vom Rest der Mannschaft kam über weite Strecken noch zu wenig Unterstützung beim Toreschießen. Nicht verschweigen sollte man aber auch, dass die Magdeburger Torhüter immer wieder starke Paraden zeigten.

Kurzes Aufbäumen weckt noch einmal Hoffnung

Die SG Pforzheim/Eutingen steckte aber noch nicht auf. Es waren vor allem Kontertore von Arped Horchheimer, die die Gastgeber noch einmal verkürzen ließen. Und als Horchheimer gar in Unterzahl auf 21:24 verkürzte und dabei seinem Gegenspieler noch eine Zeitstrafe anhängte, keimte sogar Hoffnung auf den Coup auf.

Die erstickten die Magdeburger aber im Keim und feierten am Ende einen verdienten Pokalgewinn. Die 100 Zuschauer feierten aber auch den Verlierer für eine starke Saison.

SG Pforzheim/Eutingen: Vukoja, Jankovsky – Horchheimer 4, Wanner, Volkmann 1, Köster, Beyer 1, Wilhelm, Anselm 1, Schneider 9/2, Virzi 9, Winterfeld, Boschmann, Bleh