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23.11.2015

Gute Zeiten, schlechte Zeiten beim 1. CfR Pforzheim

Ein wenig ratlos wirkten die Spieler des 1. CfR Pforzheim am Samstag nach der 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC II. Mehr als eine Stunde lang hatten die Gastgeber auf dem Holzhof dominiert und durch das Tor von Dominik Salz auch 1:0 geführt.

„Es war ein gutes Spiel. Wenn wir das 2:0 machen, ist die Sache erledigt“, durfte CfR-Kapitän Sebastian Rutz hinterher unwidersprochen feststellen. Chancen genug gab es, darunter einen verschossenen Elfmeter des sonst so sicheren Schützen Fatih Ceylan.

Dann aber kippte die Partie unvermittelt. Plötzlich waren die läuferisch starken Karlsruher am Drücker und drehten die Partie nicht unverdient. „Ich kann es mir selbst nicht erklären“, schüttelte Abwehrrecke Matthias Fixel nach dem Schlusspfiff den Kopf – und versuchte sich dann doch an Erklärungen: „Wir haben aufgehört, die Räume zuzumachen. Und die Karlsruher haben das läuferisch gut gemacht.“

Gute Zeilen, schlechte Zeiten: So wie die Samstagspartie in zwei unterschiedliche Phasen zerfiel, so zerfällt die Saison des CfR bislang in drei Teilabschnitte. Da war der Saisonauftakt, als der Aufsteiger vier von fünf Partien – zum Teil recht unglücklich – verlor. Es folgten neun Spiele ohne Niederlage, darunter sieben Siege und das spektakuläre 4:4 beim Tabellenführer Nöttingen. Gerade, als es schien, der CfR könne sogar vorne angreifen und im Kampf um Platz zwei ein gewichtiges Wörtchen mitreden, kam Phase drei: Eine 0:2-Niederlage in Ulm, ein 0:0 daheim gegen Oberachern und jetzt das 1:2 gegen die KSC-Amateure. Damit ist der zweite Tabellenplatz vorerst in weite Ferne gerückt.

Pforzheims Trainer Teo Rus wollte seinen Kickern am Samstag aber keinen Vorwurf machen: „Wir haben gut gespielt. Wenn wir das 2:0 oder 3:0 machen, kommt der KSC gar nicht mehr in die Lage, so viel Druck aufzubauen.“ Lob gab es dann auch von Karlsruhes Trainer Stefan Sartori (früher 1. FC Pforzheim): „Der CfR hat eine geile, erfahrene Mannschaft. Beide Teams stehen zu Recht in der Tabelle oben.“ Aber die Karlsruher jetzt halt zwei Plätze und fünf Punkte vor Pforzheim.