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Die Entscheidung im Wildparkstadion: Dimitris Diamantakos (Zweiter von rechts) ) erzielt das Tor zum 1:0. Foto: dpa
Die Entscheidung im Wildparkstadion: Dimitris Diamantakos (Zweiter von rechts) ) erzielt das Tor zum 1:0. Foto: dpa
13.12.2015

Gutes KSC-Spiel mit Sieg gegen Greuther Fürth belohnt

Der Karlsruher SC kann am Montagabend bei der Crazy Palace Dinnershow auf dem Karlsruher Messplatz entspannt Weihnachten feiern. Denn die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski hat ihre Talfahrt gestoppt und zum Start in die Rückrunde erstmals nach drei Niederlagen in Folge wieder gewonnen – verdientermaßen 1:0 (0:0) gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. „Wir haben zum dritten Mal hintereinander gut gespielt“, atmete Sportdirektor Jens Todt auf. „Und endlich hat sich die Mannschaft mit drei Punkten belohnt.“

Dimitris Diamantakos (51. Minute) zeichnete vor rund 12.400 Zuschauern verantwortlich für das Tor des Tages im Wildparkstadion. Weil Boubacar Barry, Manuel Torres und Hiroki Yamada anschließend beste Tormöglichkeiten liegenließen, blieb die Partie, in der sich Dennis Kempe seine fünfte gelbe Karte einhandelte und dem KSC deshalb im letzten Spiel des Jahres am Freitagabend beim FC St. Pauli fehlen wird, bis zum Abpfiff spannend. „Wir haben unsere Chancen zum 2:0 und 3:0 zwar nicht genutzt.

Von der Körpersprache und vom Einsatz her“, hatte Markus Kauczinski jedoch nicht das Gefühl, „dass wir das 1:0 nicht über die Zeit bringen.“ Überraschenderweise gab der Karlsruher Chefcoach zwischen den Pfosten Ersatzkeeper René Vollath den Vorzug gegenüber dem bisherigen Stammtorhüter Dirk Orlishausen und erklärte das so: „Die halbe Saison lag hinter uns – bisher waren alle nur Durchschnitt. René ist jetzt zweieinhalb Jahre bei uns. Er war immer da, wenn wir ihn gebraucht haben. Ich hatte das Gefühl, dass er sich diese Chance verdient hat. Was daraus wird, wird man sehen.“ Vollath wurde von den Gästen, die unter anderen auf ihren bisher besten Torschützen, den Ex-Karlsruher Sebastian Freis, verzichten mussten, vor keine unlösbaren Aufgaben gestellt und lieferte eine solide, fehlerfreie Leistung ab.

Greuther Fürth begann ziemlich offensiv und versuchte schon früh, den Spielaufbau der Wildparkprofis zu stören. Das gelang den Gästen in der ersten Viertelstunde recht gut, und die Spielvereinigung kam in dieser frühen Phase des Spiels auch durch Tom Weilandt zu ihrer in der ersten Halbzeit einzigen, einigermaßen guten Chance (6.).

Nach etwa 15 Minuten waren die KSCler gleichauf mit ihren Gästen und erspielten sich in der Folgezeit schrittweise sogar ein leichtes Übergewicht. Klare Tormöglichkeiten brachten die Wildparkprofis aber auch nicht zustande. Allerdings hätte Schiedsrichter Sascha Stegemann bei einem Handspiel von Veton Berisha durchaus auf Strafstoß für die Hausherren entscheiden können (26.). Nach der Pause bogen die KSCler dann jedoch bald auf den Erfolgsweg ab. Nach einer Flanke von Dennis Kempe konnte Gästekeeper Sebastian Mielitz gegen Manuel Torres das 0:1 mit einer Blitzreaktion noch verhindern. Den Abpraller aber drückte Dimitris Diamantakos zur viel umjubelten Karlsruher Führung ins Netz.

In der Folgezeit gingen die Gäste mehr Risiko ein, und den Hausherren eröffneten sich gute Kontermöglichkeiten. Aber weder Boubacar Barry (58.), noch Manuel Torres (77.), und auch nicht Hiroki Yamada (79.) schafften es, den Sack zuzumachen.

Die Gäste wurden andererseits zwar immer stärker, solch klare Chancen wie die Gastgeber aber entwickelten sie nicht. Trotzdem konnte man sprichwörtlich die Steine poltern hören, die von der Karlsruher Bank purzelten, als der Unparteiische die Partie nach dreiminütiger Verlängerung abpfiff.