760_0900_17795_.jpg HC Neuenbürg droht der Abstieg in die Handball-Landesliga
Wollen den Sprung in die 3. Liga bejubeln. Die HSG-Spielerinnen (von links) Kristina Burulic, Ivonne Fuchs, Anett Belsö und Florence Ulrich.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

HC Neuenbürg droht der Abstieg in die Handball-Landesliga

Pforzheim. In der Oberliga Baden-Württemberg will der TGS Pforzheim der entscheidende Sieg für die Meisterschaft einfach nicht gelingen. 23 Spiele in Serie hat die Truppe von Damir Lebovic alles abgeräumt, nun hat man gleich zweimal hintereinander das Parkett als Verlierer verlassen müssen. Deshalb kam nach der Begegnung in Sandweier auch nicht bei Jedem im Team der Roten Feierlaune auf, als durchsickerte, dass man dank der Mithilfe von Pfullingen (überraschende Niederlage in Altenheim) in die 3. Liga aufgestiegen war.

Und auch bei der HG Oftersheim/Schwetzingen wird das Siegen ganz schwer werden, zum einen, weil die Kurpfälzer zum Ende einer enttäuschenden Runde zuletzt wieder bessere Spielausgänge melden können, vor allem aber, weil den Wartbergern in der Spargelstadt neben Nils Brandt auch Florian Taafel fehlen wird. Der Torjäger hat in Sandweier in der letzten Spielminute eine Rote Karte erhalten, die von den Schiedsrichtern auf dem Spielberichtsbogen als das Spiel entscheidend vermerkt wurde. Dies zieht nach einer vor zwei Spielrunden erfolgten Regeländerung, die nur selten praktiziert wird, eine automatische Sperre für das folgende Punktspiel nach sich.

Die SG Pforzheim/Eutingen spielt ebenfalls auswärts, und zwar bei der SG Lauterstein. Wie im Vorspiel, bei dem Bastian Langenfeld seinen Farben mit einem Kraftakt drei Sekunden vor dem Abpfiff das Unentschieden rettete, wird zwar auch diesmal eine Begegnung auf des Messers Schneide erwartet.

Nachdem die SG St.Leon gegen Ziegelhausen und vor allem Friedrichsfeld bei Heidelsheim/ Helmsheim nicht unbedingt erwartete Siege landeten, steht in der Badenliga dem HC Neuenbürg, trotz des Remis gegen den Tabellenzweiten Bretten, das Wasser fast schon über die Halskrause. Aus den letzten zwei Begegnungen müssen von den Buchbergern unbedingt alle vier Zähler verbucht werden. Beim Schlusslicht in Rintheim sollte über den Kampf das erste Punktepaar sicher sein, ob es dann zum Rundenabschluss auf dem Buchberg im Spiel gegen St.Leon wirklich zu einem „Endspiel“ um den Abstieg kommt, wird sich schon an diesem Wochenende zeigen. Falls St.Leon sein Heimspiel gegen Viernheim gewinnt, wäre das Team vom Harres von den Neuenbürgern jedenfalls nicht mehr einzuholen.

Der TV Bretten benötigt aus den beiden noch anstehenden Spielen noch zwei Zähler, um Tabellenplatz zwei und damit das Relegationsspiel mit dem Tabellenzweiten aus Südbaden um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg zu erreichen. Die Melanchthonstädter wollen die beiden Punkte bereits am Sonntag im Kreisderby mit der SG Pforzheim/Eutingen II verbuchen. Gastgeschenke darf man von den Eutingern allerdings nicht erwarten.

Weil Neuthard und Büchenau zuletzt erhebliche Schwächen präsentierten, ist dem TV Ispringen bereits zwei Spieltage vor dem Saisonultimo Tabellenplatz zwei und damit das Relegationsspiel um den Aufstieg in die Badenliga mit dem Zweiten der Nordgruppe (entweder SG Leutershausen II oder PSV Heidelberg) sicher. Vor diesem Duell kann es den Ispringern nur recht sein, dass am Sonntag mit dem Namensvetter aus Wössingen ein Gegner in der Ispringer Schulturnhalle aufkreuzen wird, der die Ispringer fordert.

Für die TGS Pforzheim II sieht es trotz des Kantersiegs gegen Neuthard kritisch aus. Die Oberliga-Reserve muss vom Mitaufsteiger TS Durlach unbedingt das Punktepaar mitbringen. Und dies wird schwierig, weil sich die Karlsruher die Fahrkarte für die zweite Saison auf Verbandebene vor allem in den Heimspielen verdienen. Falls vier Mannschaften absteigen sollten – und dies ist dann der Fall, wenn Neuenbürg die HSG Rintheim/Weingarten begleiten muss – ist selbst die SG Pforzheim/Eutingen III noch nicht am rettenden Ufer. Aus diesem Grunde muss sich Hans Württemberger mit seiner Truppe am Sonntag im Heimspiel gegen den TV Forst unbedingt Zählbares sichern.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen kann sich die HSG Pforzheim am Samstag beim TV Weingarten (Oberschwaben) mit einem Sieg den Aufstieg in die 3. Liga sichern. Nimmt man die Tabelle und den deutlichen 41:28-Sieg vom Vorspiel als Messlatte, sollte auch bei den Frauen in Pforzheim in der nächsten Runde wieder Drittliga-Handball zu sehen sein. Abteilungsleiter Klaus Händler wird aufgrund seiner Erfahrung vor dem Anpfiff in Oberschwaben aber mit Sicherheit trotzdem noch einmal warnend den Zeigefinger heben.