760_0900_16238_.jpg HSG-Frauen: Das Ergebnis stimmt doch der Substanzverlust ist spürbar
Nicht zu bremsen: Yvonne Fuchs erzielte neun Treffer für die HSG. Hennrich 

HSG-Frauen: Das Ergebnis stimmt doch der Substanzverlust ist spürbar

Zufriedenheit sieht bei den Handballerinnen der HSG TB/TG 88 Pforzheim anders aus. Dennoch hat der Oberliga-Tabellenführer mit dem 31:26-Heimsieg über die Stuttgarter Kickers seine Spitzenposition verteidigt.

„Es wird zum Saisonende aber immer enger“, weiß HSG-Trainer Ralf Jochim, denn: „Wir sind seit Monaten die Gejagten. Und das geht langsam an die Substanz.“ Auch deshalb, weil gleich fünf Mannschaften in der Tabelle dicht beisammen liegen und für die beiden Aufstiegsplätze infrage kommen. Eine kleine Schwächephase könnte verheerende Folgen haben.

Das war den Pforzheimerinnen auch gegen Stuttgart deutlich anzumerken, zumal mit Kreisläuferin Kristina Burulic (muskuläre Probleme) und Anett Belsö (Rückenschmerzen) zwei Spielerinnen angeschlagen ins Rennen gingen. Im ersten Durchgang verdiente sich lediglich Torhüterin Nicole Ziegler Bestnoten, die minutenlang nicht zu bezwingen war und selbst einen Siebenmeter plus Nachwurf entschärfte. So führte die HSG trotz einiger vergebener Chancen 8:4 (15. Minute) und baute den Vorsprung bis zur Pause (16:11) weiter aus. „Trotzdem bin ich nur mit dem Ergebnis zufrieden“, betonte HSG-Abteilungsleiter Klaus Händler. „Wir haben im Großen und Ganzen viel zu wenig Druck gemacht.“

Auch in Hälfte zwei hatten die Pforzheimerinnen mit dem Gegner mehr Mühe als erwartet, Stuttgart kam bis auf 18:19 heran. Rechtsaußen Florence Ulrich, Ivonne Fuchs und Kristina Burulic rückten das Ergebnis mit 23:19 aber schnell wieder gerade. „Wir müssen in jedem Spiel erheblich härter kämpfen als noch in der Vorrunde“, hielt Fuchs fest, die mit neun Treffern beste HSG-Werferin war und neben der jungen Justine Stindl (8) zu den gefährlichsten Spielerinnen zählte.

Glücklicherweise stand auch die eingewechselte Torfrau Melanie Breinich ihrer Vorgängerin nicht nach und stärkte dem Team mit Glanzparaden den Rücken. So überstanden die Gastgeber auch eine 4:6-Unterzahl-Situation unbeschadet. „Wir haben zwar Fehler gemacht, waren in den entscheidenden Momenten aber hellwach und nervenstark“, resümierte Ralf Jochim. pep

HSG TB/TG 88 Pforzheim: Ziegler, Breinich – Stindl 8/2, Klittich 1, Ruf, Belsö 1, Ulrich 3, Burulic 4, Fuchs 9/1, Strehle 5, Händler, Larissa Maschek, Laura Maschek