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Erfolgreich unterwegs war Steffi Kurstak mit sieben Treffern. Foto: Becker
Erfolgreich unterwegs war Steffi Kurstak mit sieben Treffern. Foto: Becker
09.10.2016

HSG Pforzheim sieht sich trotz dritter Niederlage im Aufwind – Trainerfrage wohl bald geklärt

Pforzheim. Ärgerlich ist sie, die dritte Niederlage im dritten Spiel für die Handball-Damen des HSG Pforzheim. Und trotzdem bläst der Drittligist keinen Trübsal nach der 27:32 (13:17)-Heimpleite gegen die SG BBM Bietigheim II.

Zu Beginn sahen die rund 120 Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich das Bietigheimer Perspektivteam jedoch ab der zehnten Minute absetzen konnte. Das lag auch daran, dass Anika Henschel, normalerweise ein Toregarant, einen schlechten Tag erwischte. Bestes Beispiel war ein Siebenmeter beim Stand von 6:10. Der Versuch von Henschel ging an den linken Pfosten, beim Nachwurf knallte Henschel die Kugel an die Latte. Zur Halbzeit stand es auch deswegen 13:17.

Nach der Pause zeigte die HSG große Moral und kämpfe sich bis zur 39. Minute auf 20:21 heran. Was daraufhin jedoch folgte, kommentierte Interimstrainer Matthias Schickle mit den Worten: „Da gibt es keine Entschuldigungen.“ Beim Stand von 22:23 hagelte es zwei Zeitstrafen für die Gäste. Doch die Überzahlsituation von sechs zu vier konnte die HSG nicht nutzen. Mehr noch: Bietigheim holte in dieser Phase sogar einen Sieben-Meter heraus, verwarf diesen jedoch. Trotzdem war das Match bis zur 50. Minute beim Stand von 24:24 völlig offen. Dann aber zog die Bietigheim-Reserve davon, die HSG leistete keinen nennenswerten Widerstand mehr.

Trotz der Niederlage sieht Gaby Kubik keinen Anlass zur Besorgnis. „Ich sehe einen Aufwärtstrend“, so die Co-Trainerin. Jedoch müsse man an der Nervenstärke und der Abgezocktheit arbeiten. Schickle sagte: „Wir haben zu viele Fahrkarten geschossen.“ Die Trainerpersonalie soll sich bald geklärt haben. Zoran Stavreski ist wohl endgültig Geschichte bei der HSG – die Suche nach einem Nachfolger läuft, wie Gaby Gubik auf PZ-Nachfrage bestätigte. In den nächsten Tagen solle Klarheit herrschen. Die Spielerinnen, die nur unter Stavreski auflaufen wollen, waren gegen Bietigheim erneut nicht mit dabei.