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Rechtzeitig vor Rio wieder top: Fabian Hambüchen. Mit ihm werden drei Turner der KTV Straubenhardt an den olympischen Spielen teilnehmen: Andreas Toba, Marcel Nguyen und Andreas Bretschneider. Foto:dpa
Rechtzeitig vor Rio wieder top: Fabian Hambüchen. Mit ihm werden drei Turner der KTV Straubenhardt an den olympischen Spielen teilnehmen: Andreas Toba, Marcel Nguyen und Andreas Bretschneider. Foto:dpa
10.07.2016

Hambüchen mit neuem Feuer nach Rio - Drei Stars von KTV Straubenhardt bei Olympia

Fabian Hambüchen riss beide Fäuste in die Luft und ließ einen Schrei der Erleichterung folgen. Der deutsche Ausnahme-Turner hat sich nach qualvollen Wochen des Wartens und Zweifelns mit zwei großartigen Übungen bei der letzten Olympia-Qualifikation in Frankfurt das Ticket für Rio verdient. Mit dabei sind auch drei Turner der KTV Straubenhardt: der sehr stabil turnende Mehrkampf-Meister Andreas Toba, Barren-Spezialist Marcel Nguyen und Reck-Akrobat Andreas Bretschneider.

„Die Anspannung war riesengroß. Ich gehe ja nicht mehr so unbedarft in den Wettkampf wie noch mit 16 Jahren bei Olympia in Athen“, gestand der inzwischen 28 Jahre alt Wetzlarer nach seiner perfekten Reck-Gala. Erstmals nach seiner Zwangspause wegen einer Schulterentzündung hatte er wieder die schwierige Übung mit dem Ausgangswert von 7,3 probiert und war mit der Tages-Höchstnote von 16,00 Punkten belohnt worden. 20 Stunden nach seiner Show stand er folgerichtig auf dem Nominierungsvorschlag des Deutschen Turner-Bundes, obwohl er auch bei Olympia der Riege nur an drei Geräten helfen kann.Bei seinen vierten Spielen will er nun die dritte Medaille am Reck nach Bronze in Peking und Silber in London.

Cheftrainer Andreas Hirsch wird neben Hambüchen sowie den drei in der Bundesliga für die KTV Straubenhardt turnenden Nguyen und Bretschneider und Lukas Dauser auch Toba mitnehmen. Bretschneider darf auf eine Medaille hoffen, wenn ihm in Rio seine spektakulären Eigen-Kreationen am Königsgerät gelingen. In Frankfurt setzte sich der Sportsoldat aber nach eigener Aussage selbst zu sehr unter Druck, so dass er die Stange erneut nicht zu fassen bekam. Übergroße Nervosität gestand auch Toba ein. „Ich war um einiges aufgeregter als in Hamburg. Es haben mir ja noch 50 Prozent zur Quali gefehlt“, meinte der Hannoveraner zwei Wochen nach den Meisterschaften in der Hansestadt. Mit 88,075 Punkten erwies er sich erneut als stabilster Mehrkämpfer.