Neuzugang für den rechten Rückraum: Dmytro Sydorchuk.  Foto: privat
Neuzugang für den rechten Rückraum: Dmytro Sydorchuk.  Foto: privat 
Oft mit den Fans jubeln wollen die Handballer der TGS Pforzheim um Kapitän Florian Taafel (Dritter von links) in der neuen Oberliga-Saison.  Foto: PZ-Archiv, M. Müller
Oft mit den Fans jubeln wollen die Handballer der TGS Pforzheim um Kapitän Florian Taafel (Dritter von links) in der neuen Oberliga-Saison.  Foto: PZ-Archiv, M. Müller 

Hammerauftakt für TGS-Handballer

Pforzheimer Oberligist peilt im zweiten Jahr Klassenerhalt an.
Derby gegen SG wird vielleicht auf Großbild- Leinwand übertragen.

Es ist irgendwie komisch“, antwortet Hans Christensen auf die Frage, wie es denn eigentlich so ist, zum ersten Mal Cheftrainer einer Handball-Oberliga-Mannschaft zu sein. „Wenn die Jungs sich warmlaufen, dann werde ich total hippelig. Ich kann dann nicht einfach so rumstehen und ihnen zuschauen. Ich muss mitlaufen, mittendrin sein.“

Hans Christensen hat also fast jede Einheit mitgemacht und ist topfit. Dennoch will der 38-jährige Däne, der im Sommer das Amt von Damir Lebovic übernommen hat, eigentlich nicht mehr auf dem Platz stehen. „Nur noch, wenn Not am Mann ist“, so Christensen, der seine Spieler in der Vorbereitung ordentlich hat schwitzen lassen. „Sie haben super mitgezogen“, freut sich der Coach. Viermal die Woche ging’s in die Halle. Einmal auch für einen Mini-Triathlon ins Wartbergbad. „Die Jungs sind dort 200 Meter geschwommen, haben dann eine Strecke mit dem Rad durch die City zurückgelegt und zum Schluss durften sie noch ein bisschen laufen.“ Wie hat der Trainer abgeschnitten? „Ich war nicht dabei“, grinst Christensen in seiner bekannt sympathischen Art, „ich hab’ die Jungs am Grill empfangen.“

„Er rackert und kämpft“

Bei dieser Ausdauereinheit noch nicht mit dabei war Neuzugang Dmytro Sydorchuk. Der Ukrainer stieß erst vor zwei Wochen zum Team, hat sich aber schnell bei der TGS eingefunden und war im Testspiel gegen den Drittligisten Leutershausen (22:23) auch schon am Start. „Er rackert und kämpft, hat außerdem einen guten Wurf und das Auge für die Mitspieler“, ist Christensen vom Linkshänder, der die Lücke im rechten Rückraum stopfen soll, begeistert. Sydorchuk ist der einzig „echte“ Neuzugang bei der TGS. Torhüter Findan Krettek (16 Jahre/SG Pforzheim) ist noch nicht spielberechtigt, Johannes Schmitterer (27/TV Großsachsen) soll Führungsspieler der „Zweiten“ werden und auch Jens Kusterer (19/SV Langensteinbach) sowie Sebastian Stotz (eigene Jugend) werden sich erst einmal hinten anstellen müssen.

Die Zielsetzung für die neue Oberliga-Runde ist klar: „Klassenerhalt“, sagt Wolfgang Taafel, „denn das zweite Jahr wird immer schwerer.“ Als Titelfavoriten sieht der 60-Jährige Oftersheim/Schwetzingen, Großsachsen und die SG Pforzheim/Eutingen. Diese drei Teams warten auch gleich in den ersten vier Spielen auf die TGS. „Ein Hammerauftakt“, so Taafel. An diesem Samstag, 10. September, um 19.30 Uhr geht’s daheim gegen Oftersheim los, es folgen die Partien gegen Großsachsen und Heidelsheim, dann steigt am 3. Oktober das Lokal-Derby in der Benckiser-Halle gegen die SG. „Vielleicht werden wir das Spiel vor der Halle auf Großleinwand übertragen oder auch in der Jahnhalle“, sagt Taafel, der den Vorschlag der SG, die Partie aufgrund der vielen Zuschauer in einer größeren Halle auszutragen, strikt ablehnt.