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Frank Eisenhardt, hier beim Wurf in einem Vorbereitungsspiel, zählt zu den hoffnungsvollen Neuzugängen bei der SG Pforzheim/Eutingen. Eibner, PZ-Archiv 
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Es wird ernst: Für Nils Brandt (Mitte) und seine Teamkollegen von der TGS Pforzheim beginnt morgen das Abenteuer 3. Handball-Bundesliga. Gössele, PZ-Archiv 

Hammerspiele zum Handball-Saisonstart

Pforzheim. Mit den Spielen der 3. Bundesliga und der Oberliga Baden-Württemberg der Männer fällt am Wochenende der Startschuss zur Handballsaison 2013/2014 für die TGS Pforzheim und die SG Pforzheim/Eutingen.

Mit dem Heimspiel gegen die HBW Balingen/Weilstetten II schlägt die TGS Pforzheim am Samstag um 19.00 Uhr in der Fritz-Erler-Halle das Kapitel 3. Liga auf. Optimistisch ist man, weil die Meistermannschaft bis auf den auf die Trainerbank gewechselten Andrej Klimovets komplett zusammen blieb. Mit Valentin Hörer und Michal Wysokinski, der aus der 1. polnischen Liga internationale Erfahrung mitbringt, wurde das Team zudem auf zentralen Positionen verstärkt. Dennoch gibt es Schmetterlinge im Bauch, weil die neue Liga nach den Aufstiegsverzichten von Meister TSV Friedberg und Vizemeister TSB Horkheim und den Transfers der hoch gehandelten Teams aus Bad Neustadt und Coburg von der Ost- in die Südgruppe so stark besetzt gilt, wie noch nie.

Dass sein Rückraum mit Kanonieren wie Florian Taafel, Nils Brandt und Hörer im Angriff den Ansprüchen der höheren Liga genügt, steht für TGS-Boss Wolfgang Taafel außer Frage. Das wohl entscheidende Kriterium, ob man mithalten kann, liegt wohl in der Stabilisierung der Abwehr. Dort hat Andrej Klimovets in den vier Wochen seit der Übernahme der Übungsleitung auch die Schwerpunkte gesetzt. Die Mannschaft, die unter Damir Lebovic fast über die gesamte Spielstunde mit der Stammsieben durchspielte, breiter aufzustellen, ist ein weiteres Ziel, das Weltmeister Klimovets zunächst angehen will.

Begeistert ist Taafel von Wysokinski, „der mit seinem schnellen Antritt eine echte Waffe ist“. Dass das Schnäppchen auf der Kreisläuferposition während der Woche Knieprobleme signalisierte, hat Taafel mächtig aufgeschreckt. Der Einsatz bei der Premiere morgen Abend steht aber nicht in Frage.

Mit dem HBW Balingen/Weilstetten II kreuzt gleich eine der ganz starken Mannschaften in der Fritz-Erler-Halle auf. Dass die „Jung-Gallier“ die vergangene Spielrunde mit einer blutjungen Mannschaft als Tabellendritter abschlossen, hat auf der Alb selbst überrascht. Mit 1,96 -Meter-Mann Patrick Weber, der sich in der Oberliga Rheinland-Pfalz in der vergangenen Runde für mehr als 200 Einschüsse feiern lassen durfte, hat man sich auf der rechten Angriffsseite jetzt auch noch einen Kracher geangelt.

Spitzenspiel bei der SG

Heimpremiere am Samstag auch für die SG Pforzheim/Eutingen, die zur gewohnten Anwurfszeit um 20.00 Uhr in der Konrad-Adenauer-Halle die SG Nußloch empfängt. Dies ist gleich ein Hammerspiel, denn die Bergsträßer, die in der abgelaufenen Runde als Aufsteiger schon mit einem fünften Tabellenplatz im Endklassement überraschten, werden nach den Verpflichtungen des Haßlochers Sascha Gienger und der Leutershausener Simon Kuch und Philipp Müller als Top-Favorit der Oberliga Baden-Württemberg gehandelt. Weil die Eutinger auch weit vorne mitmischen wollen, wird es am Samstagabend auf dem Buckenberg wohl gleich in die Vollen gehen.

Der Kraftakt in der Rückrunde, mit dem sich die Schützlinge von Hans Christensen aus schwieriger Lage befreiten, und die Neuverpflichtungen, von denen vor allem der aus der Gummersbacher Reserve zugestoßene Sven Biselli ein echter Knaller sein soll, lassen die Aussichten auf einen erfolgreichen Saisoneinstand von Manuel Mönch und seinen Mitstreitern nicht gering erscheinen.