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Ein Sonderlob gab es für Pforzheims Davor Sruk. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Ein Sonderlob gab es für Pforzheims Davor Sruk. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
11.03.2018

Handball 3. Liga: TGS Pforzheim belohnt sich sieben Sekunden vor Schluss

Neuhausen. Erneut hatten die Drittliga-Handballer der TGS Pforzheim Schwerstarbeit zu verrichten, um in einer von beiden Mannschaften leidenschaftlich geführten Partie ein verdientes Remis mit nach Hause zu nehmen: 30:30 (17:17) hieß es am Samstag beim TSV Neuhausen/Filder.

Manchmal zu leidenschaftlich, so der Eindruck bei der TGS, setzten die Gastgeber die Direktive von ihrem Trainer Ralf Bader um, die Kreise von Pforzheims Spielmacher Maris Versakovs zu stören. Dabei tat sich besonders der spätere Rotsünder Timo Flechsenhar hervor, der Fabian Dykta in der 37. Minute bei dessen Tempogegenstoß im Gesicht traf.

Ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Andrej Klimovets verliefen auch die ersten 15 Spielminuten. Keinerlei Zugriff bekam die zu passive TGS-Abwehr da auf Neuhausens Hannes Grundler, der alleine in Hälfte eins elf Einschüsse zu verzeichnen hatte. Wie ausgewechselt präsentierten sich die Rot-Weißen dann aber nach einer von Klimovets genommenen Auszeit. Innerhalb von zweieinhalb Minuten verkürzte die TGS den 6:11-Rückstand auf 10:11. Begünstigt wurde diese Aufholjagd von einem Blockwechsel bei den Neuhausener Rückraumspielern. Ein ums andere Mal verloren diese an der nun deutlich beweglicheren TGS-Abwehr den Ball.

Es folgte bis zur Pause ein offener Schlagabtausch. Bei den Badenern waren es Davor Sruk, Alex Klimovets, Maris Versakovs und Marco Kikillus, die die Partie spannend hielten.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff war es der zehnfache Torschütze Kikillus, der seine Farben erstmals in Führung brachte. Die knappe Führung hielt bis zur 44. Minute, danach lag wieder Neuhausen knapp vorne. Doch die Spieler von Andrej Klimovets kämpften sich immer wieder heran – und sieben Sekunden vor Spielende markierte Kikillus den 30:30-Endstand.

Es war ein Punktgewinn für beide Mannschaften, darin waren sich TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel und Neuhausens Trainer Bader einig. Taafel freute sich angesichts der weiterhin angespannten Personalsituation über den erkämpften Punkt. „Ein besonderes Lob darf ich unserem Kreisläufer Davor Sruk aussprechen, der nicht nur selbst sieben Tore erzielte, sondern auch für mehrere uns zugesprochene Siebenmeter Strafwürfe verantwortlich zeichnete“, so Taafel, der kritisierte: „Warum es bei diesen Abwehraktionen gegen ihn wiederholt keine progressive Bestrafung gab, bleibt wohl ein Geheimnis der Unparteiischen.“