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In Schieflage geriet die TGS Pforzheim, hier mit Roy James, im Hinspiel gegen Heilbronn. Das soll im Rückspiel anders werden. Foto: Becker, PZ-Archiv

Handball 3. Liga: TGS Pforzheim hat mit TSB Horkheim Rechnung offen

Pforzheim. Im Verfolgerduell zwischen dem TSB Horkheim und der TGS Pforzheim gibt es am Samstag hüben wie drüben mehrere Gründe, in die Vollen zu gehen. Zum einen trifft mit den Heilbronnern die bisher zweitbeste Heimmannschaft auf die zweitbeste Auswärtsvertretung, zum anderen haben die Wartberger von der empfindlichen 22:33-Heimnieederlage her einiges gerade zu rücken. Zum dritten steht auch noch die Qualifikation für die Teilnahme am DHB-Pokal auf dem Spiel. Bei diesem Ziel sind die Pforzheimer (Rang 5, 27:15-Punkte) gegenüber den Heilbronnern (Rang 7, 26:18-Punkte) im Vorteil.

In der Regel sind die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Vertretungen enge Kisten. Nicht so beim Aufeinandertreffen in der Vorrunde, dieses wurde von den Heilbronnern bereits bis zur 24:20-Führung in der 50. Minute sicher bestimmt, dann sogar zur Klatsche, als die Pforzheimer in den finalen zehn Minuten ihre komplette Stammsieben auf die Auswechselbank setzten. Wenn Andrej Klimovets vermutlich auch in der Stauwehrhalle wieder improvisieren und vor allem seinen jungen Spielern verstärkt Einsatzzeiten gewähren wird, so ins offene Messer laufen, wie damals werden die Wartberger Horkheim diesmal sicher nicht.

Der Turn- und Sängerbund aus dem Heilbronner Stadtteil Horkheim zählt schon seit Jahrzehnten, zunächst in der Regionalliga, danach in der 3. Bundesliga, zum Establishment der baden-württembergischen Handballszene. Nachdem man auch in dieser Saison einen Blitzstart mit 14:0-Punkten aus dem Hut zauberte, begann es ausgerechnet nach dem Coup in der Bertha-Benz-Halle in den folgenden Auswärtsspielen zu haken. Die anschließende Auswärtsserie von 1:13-Zählern ist dafür ursächlich, dass die Heilbronner auf Rang sieben bisher ihren Zielen deutlich hinterherhinken. Es war wohl ein bedachter Schachzug, die Verpflichtung von Michael Schweickardt als künftigen Trainer (ab der nächsten Saison) bereits in dieser Woche bekannt zu geben. Die Verpflichtung des Stuttgarter Erstligaspielers auf die Trainerbank soll auch dem derzeitigen Kader für den Saisonendspurt wohl „noch einmal Beine verleihen“.

Was die TGS Pforzheim betrifft, ist Andrej Klimovets in der glücklichen Lage für „die Revanche“ seinen kompletten Kader auf die Platte schicken zu können. Auch Keeper Sebastian Ullrich hat gezeigt, dass er wieder fit ist.