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Mit zehn Toren war Marko Kikillus (Mitte) bester TGS-Werfer; hier wird er aber von der gegnerischen Abwehr ausgebremst. Foto: Ripberger
Mit zehn Toren war Marko Kikillus (Mitte) bester TGS-Werfer; hier wird er aber von der gegnerischen Abwehr ausgebremst. Foto: Ripberger
04.02.2018

Handball 3. Liga: TGS Pforzheim wehrt sich tapfer, aber ohne Erfolg

Pforzheim. Die TGS Pforzheim bleibt im neuen Jahr ohne Sieg. Am Sonntagabend verlor der Handball-Drittligist sein Heimspiel in der Bertha-Benz-Sporthalle gegen den HC Oppenweiler/Backnang mit 24:28 (13:14). Vor dem Spiel gab es die nächste Hiobsbotschaft: Stellte sich die Mannschaft der Wartberger für den Vergleich mit Oppenweiler/Backnang ohnehin selbst auf, meldete sich bei den Nordstädtern zur Partie gegen den HC mit Maris Versakovs ein weiterer Leistungsträger erkrankt ab.

„Am Freitag war er beim Abschlusstraining noch dabei, aber schon am Samstag signalisierte er, dass er wegen Grippe voraussichtlich ausfallen wird“, wusste nach dem Abpfiff ein sichtlich geknickter TGS-Boss Wolfgang Taafel, der vor dem Match immer noch gehofft hatte, dass seine Rückraumstütze doch noch eintreffen wird.

Trotzdem begannen die Turngesellen gegen die sich seit Beginn des Jahres recht erfolgreich gegen den Abstieg stemmenden Württemberger recht verheißungsvoll. Trotz enger Deckung fand Florian Taafel immer wieder Lücken und Marco Kikillus erwies sich als cooler Vollstrecker, der zumeist von einem verbissen am Kreis wirkenden Michal Wysokinski herausgekämpften Siebenmeter. Weil auch Keeper Jonathan Binder hinter einer aufmerksamen Abwehr stand und in der frühen Phase sogar einen Siebenmeter parierte, lagen die Pforzheimer zu Beginn stets und nach dem ersten Spielviertel sogar mit 6:4-Treffern vorne. Weil sich bei der TGS nun die ersten technischen Fehler einschlichen und Oppenweiler diese mit Konterhandball und leichten Toren beantwortete, wendete Backnang die Führung und nahm nach einem hartumkämpften zweiten Viertel auch einen 14:13-Vorsprung mit in die Kabinen.

Wer damit gerechnet hatte, dass die Gastgeber ihre ansonsten starke Phase nach der Pause nutzen, sah sich diesmal getäuscht. Oppenweilers wurfgewaltiger Rückraum und hier vor allem Hold und Wolf hatten Pforzheims Abwehr nun im Griff und mit den ersten drei Treffern von Durchgang Nummer zwei war der Gast mit 17:13-Toren erstmals deutlich weg.

Es spricht für die TGS, dass sie noch einmal dagegen hielt und den Vergleich beim 22:23 und 23:24-Spielstand um die 50. Minute noch einmal auf der Kippe stellten. Als sich in den Reihen der Pforzheimer dann Abspielfehler in Serie einschlichen, machte der Gast mit einem weiteren 4:0-Lauf alles klar.

Nach 1:7-Punkten aus den vier Spielen im Jahr 2018 muss man sich bei den Wartbergern, obwohl das Punktekonto mit 20:18-Punkten noch eine positive Bilanz aufweist, langsam Gedanken machen, zumal nach der Pause am Fasnachtswochenende gegen die SG Nussloch und Balingen/Weilstetten II zwei schwere Auswärtsgänge folgen. „Wir müssen mit dem spielen, was wir haben, die Mannschaft hat gekämpft, bis die Kraft zu Ende war, ich kann ihr keinen Vorwurf machen, resümierte Wolfgang Taafel, um mit „es kommen aber wieder bessere Zeiten“ gleich wieder Mut und Widerstand zu signalisieren.