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Wegen einer Verletzung war im Spitzenspiel für Artur Pietrucha vorzeitig Schluss. Becker/PZ-Archiv
Wegen einer Verletzung war im Spitzenspiel für Artur Pietrucha vorzeitig Schluss. Becker/PZ-Archiv
20.01.2019

Handball-Badenliga: Knapper HCN-Sieg im Spitzenspiel

Plankstadt. Trotz einer Hiobsbotschaft schon vor dem Badenliga-Spitzenspiel haben die Handballer des HC Neuenbürg bei der TSG Eintracht Plankstadt gewonnen. Der Tabellenführer schaffte gestern ein 25:24 (14:12). „Wir haben Plankstadt mit unserer offensiven Abwehr völlig überrascht“, sagte HCN-Trainer Erkan Oz: „Es war ein Vier-Punkte-Spiel, in dem wir einen Konkurrenten nun also auf Distanz halten konnten.“

Die schlechte Nachricht vorab war, dass sich Kevin Langjahr sehr wahrscheinlich einer Hüftoperation unterziehen muss. Neuenbürg kann in dieser Saison also nicht mehr mit ihm planen. Beide Mannschaften agierten in dem hochbrisanten Duell vor 400 Zuschauern in der proppenvollen Plankstadter Mehrzweckhalle mit einer offensiven Abwehr. Dadurch hatten die Angriffsreihen ihre Probleme.

Artur Pietrucha brachte den HCN mit dem 5:4 erstmals nach vorne (9. Minute). Ihre Führung konnten die Enztäler auf fünf Tore ausbauen, ehe in den zehn Minuten vor der Halbzeit nur ein Treffer gelang, Plankstadt so auf 12:14 verkürzen konnte.

Nach der Pause konnten die Enztäler wieder erhöhen. Allerdings steckte Plankstadt nicht auf und schaffte in der 46. Minute das 20:20. Es folgte eine Schlussphase, die an Dramatik kaum zu überbieten war. Neuenbürgs Jonas Kraus drohte, zur tragischen Figur zu werden: In der 51. Minute warf er beim Stand von 23:21 einen Siebenmeter an den Pfosten. Einen weiteren konnte der Neuenbürger dann beim Stand von 25:24 nicht nutzen.

Mit vereinten Kräften gelang es dem HCN, den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen. Einen direkten Freiwurf in letzter Sekunde konnte der Gegner nicht verwerten.

HCN-Trainer Oz war zufrieden. Doch er sagte auch: „Es war ein teuer erkaufter Sieg.“ Schon ab der 20. Minute konnte Pietrucha wegen einer Wadenverletzung nicht mehr spielen. In der Schlussphase musste mit Felix Kracht noch ein Rückraumspieler vom Feld.

Neuenbürg: Panazan, Krettek, Spohn – Kraus 7/3, Langjahr 6, Kracht 5, Frauendorff 3, von Witzleben 2, Pietrucha 1, Bäuerlein 1, Kern, Nonnenmacher, Angrick, Nölle.