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Mit vereinten Kräften versucht die SG-Deckung mit (von links) Jonas Kraus, Bastian Langenfeld und Manuel Mönch, den überragenden TGS-Torjäger Florian Taafel (am Ball) zu stoppen. Taafel gelangen dennoch 13 Treffer im Derby der Handball-Oberliga Baden-Württemberg.  Fotos: Gössele 
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Ohne Glück: Manuel Frietsch (am Ball) scheitert einmal mehr am überragenden TGS-Torhüter Jonathan Binder; rechts Hagen Körner (TGS).  Fotos: Gössele 

Handball-Derby TGS-SG: Torjäger Taafel zaubert

Pforzheim. Stimmung, Emotionen, Leidenschaft. Das Oberliga-Derby zwischen der TGS und der SG Pforzheim in der voll besetzten Sporthalle der Fritz-Erler-Schule hat am Montagabend alle Erwartungen erfüllt. Die mit Spannung erwartete Auseinandersetzung der beiden besten Pforzheimer Handballmannschaften hatte mit der TGS einen überraschenden Sieger.

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Derby in der Handball-Oberliga: TGS besiegt die SG

Die SG Pforzheim/Eutingen hingegen kam in dem hitzigen und kampfbetonten Spiel – mit Ausnahme der ersten 15 Minuten – nie an ihre Normalform heran. „Wir haben vor allem aus dem Rückraum zu wenig Druck erzeugen können“, meinte Trainer Marc Nagel. Sein Kollege Hans Christensen hingegen strahle mit den begeisterten TGS-Fans um die Wette. „Ich glaube, wir wollten heute den Sieg einfach mehr als die SG. Es war auch ein Sieg des Willens“, meinte der Däne.

Die SG legte einen super Start hin. Frenetisch angefeuert von rund 150 gelb-blau gekleideten Fans führte der Favorit nach elf Minuten mit 6:1. „Da hatte ich schon ein bisschen Bauchweh“, meinte TGS-Handballchef Wolfgang Taafel. Doch seine Mannschaft kämpfte sich ins Spiel zurück, die Abwehr wurde immer stabiler. Auch die Rote Karte gegen „Tobse“ Müller in der 10. Minute nach einem Foul an SG-Kreisläufer Philip Schückle steckten die TGS-ler gut weg.

Nach 25 Minuten erzielte TGS-Spielmacher Sven Kaiser das 8:8, die TGS war wieder im Spiel. Nach der Pause zogen die Rot-Weißen mit drei Toren davon, die SG blieb aber stets auf Schlagdistanz. Vor allem der jetzt famos auftrumpfende Manuel Mönch hielt sein Team im Spiel. Doch als Florian Taafel mit seinen Toren zum 22:20 und 23:20 noch einmal alle Kräfte mobilisierte, war die Entscheidung gefallen. „Die TGS hat letztlich etwas mehr investiert. Deshalb ist der Sieg nicht unverdient“, zeigte sich SG-Vorsitzender Jörg Lupus als fairer Verlierer.