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Top-Scorer des Matches: Florian Taafel steuerte bei der SG Leutershausen zehn Treffer für das Torekonto der TGS Pforzheim bei. Am Ende aber besiegte der Tabellenführer der Dritten Liga die Pforzheimer mit 30:28.
Top-Scorer des Matches: Florian Taafel steuerte bei der SG Leutershausen zehn Treffer für das Torekonto der TGS Pforzheim bei. Am Ende aber besiegte der Tabellenführer der Dritten Liga die Pforzheimer mit 30:28. © PZ-Archiv
28.02.2015

Handball Dritte Liga: TGS schnuppert an Sensation gegen Tabellenführer SG Leutershausen

Für die Handballer des Drittligisten TGS Pforzheim war die SG Leutershausen der erwartet schwere Gegner. Der Tabellenführer hatte zwar in der Vorrunde ein 19:26-Niederlage im Vorrundenspiel in Pforzheim hinnehmen müssen (19 Minuten lang hatten die Gäste damals kein Tor geschossen!), aber beim 30:28-Sieg in Leutershausen hatte die TGS zwischen der 40. und 43. Minute einen Einbruch erlebt, von dem sich die Pforzheimer nicht mehr erholen konnten.

17:14 führte die SG zur Halbzeit. Das durfte man erwarten. In der 39. Minute hatte Guillem Miro Gea die TGS aber auf 19:20 herangebracht. Da keimte Hoffnung auf. Nicht umsonst konnten die Pforzheimer ein 9:1-Punktekonto aus den letzten 5 Spielen vorweisen. Gerade auswärts lief es gut. Das Abstiegsgespenst schien gebannt. Und jetzt der Pforzheimer Anschlusstreffer in der 39. Minute.

Doch gleich darauf nahmen die Leutershausener eine Auszeit. Und damit war der Faden bei der TGS gerissen. Vier Tore in drei Minuten ließen die SG auf 24:19 davonziehen.

Eine Zweiminutenstrafe und ein vergebener Siebenmeter schwächten die Psyche der TGS noch um eine Nummer mehr. Zwar gaben die Pforzheimer nicht auf, doch am Ende reichte es nicht mehr als zu einem schönen, aber punktlosen Achtungserfolg beim neuen Tabellenführer der Dritten Liga.

Auch TGS-Trainer Andrej Klimovets musste wieder als Spieler eingreifen. Ein Tor, eine Zweiminutenstrafe in der 57. Minute, als die TGS auf 28:30 herangekommen war – so richtig zufrieden konnte Klimovets damit nicht sein. Einmal mehr bewies Florian Taafel seine Extraklasse. Zehn Tore, drei von vier Siebenmetern verwandelt – damit ist Taafel der Topscorer des Spiels. Marco Kikillus und Xavier Pes Bosch verzeichneten je fünf Treffer.

Im Augenblick bedeutet das 21:23 Punkte und den neunten Rang für die TGS. Das ist im Abstiegskampf noch immer ein echtes Pfund. Die knappe Personaldecke ist zwar ein Minus, aber die art, wie sich die Pforzheimer zuletzt gegen deutlich stärkere Gegner verkauft haben, lässt hoffen, dass das Punktekonto der TGS weiter anwächst und am Ende ein Platz im vorderen Mittelfeld geholt werden kann.