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Die Rückkehr von Maris Versakovs (am Ball) hilft der TGS weiter, dafür droht der erneute Ausfall von Evgeni Prasolov. Foto: PZ-Archiv/Ripberger

Handball-Drittligist TGS Pforzheim gegen das Schlusslicht vor schwerer Aufgabe

Pforzheim. Wenn sich das Glück im Verlauf der Saison ausgleicht, hat die TGS Pforzheim bei Fortuna noch einiges gut. Im Spiel bei Salamander Kornwestheim unterlag der Handball-Drittligist zum vierten Mal in dieser Runde mit nur einem Treffer Differenz.

Völlig unverdient zudem, denn die Mannen um Kapitän Florian Taafel hatten die Begegnung beim Spitzenreiter mit einer beherzten Vorstellung über weite Strecken bestimmt, obwohl sie das Spiel ohne ihren bei einem Lehrgang der lettischen Handball-Nationalmannschaft weilenden Rückraum-Werfer Maris Versakovs und den verletzten Stammkeeper Sebastian Ullrich mit einer Rumpftruppe bestreiten mussten.

Im ersten Heimspiel im Jahr 2018 soll die Niederlage nun am Samstagabend im Heimspiel gegen den TV Hochdorf ausgeglichen werden. Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe lösbar, denn mit den Pfälzern stellt sich das derzeitige Schlusslicht vor. Keiner weiß allerdings so richtig, warum die „Pfalzbiber“ dieses mal so weit hinten hängen. Nachdem sie über Jahre hinweg zum Establishment der Liga zählten, versuchte man um die ehemaligen Bundesligaspieler Steffen Bühler (TV Großwallstadt) und Niklas Schwenzer (HSG Wetzlar) mit Talenten aus dem Rhein-Neckar-Raum sowie Arne Ruf von der SG Pforzheim/Eutingen ein neues, hungriges Team aufzubauen.

„Pfalzbiber“ nicht abschreiben

Die Tabelle zeigt auf, dass sich die Pläne bislang nicht umsetzen ließen. Aber abzuschreiben sind die Pfälzer noch lange nicht. Der Großteil der Niederlagen war knapp. Der Sieg kurz vor dem Jahreswechsel gegen den VfL Pfullingen sowie die heftige Gegenwehr zuletzt beim 29:32 gegen den Tabellenzweiten Nußloch zeigen, dass Hochdorf kämpft.

Bei der TGS Pforzheim erwartet man am Samstag deshalb eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Das Spiel in Kornwestheim hat den kleinen und dezimierten TGS-Kader viel Kraft gekostet – und dies geht nun schon seit Monaten so. Maris Versakovs ist zwar wieder mit dabei, hat aber die Folgen des Lehrgangs und die Reisestrapazen in den lettischen Winter wegzustecken. Und bei Evgeni Prasolov könnte die Schulterverletzung beim Comeback in Kornwestheim erneut aufgebrochen sein. „Er wird vermutlich wieder ausfallen“, wird TGS-Coach Andrei Klimovets auf der Homepage des Vereins zitiert.