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TGS Pforzheim

Stolz präsentiert TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel Neuzugang Max Schwarz. Foto: PZ-Archiv/Baumann
Stolz präsentiert TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel Neuzugang Max Schwarz. Foto: PZ-Archiv/Baumann
Im Trikot der SG Pforzheim/Eutingen spielte Max Schwarz (am Ball) vor Jahren mit der A-Jugend um den deutschen Meistertitel, hier gegen den TV Großwallstadt.  Foto: PZ-Archiv/Gössele
Im Trikot der SG Pforzheim/Eutingen spielte Max Schwarz (am Ball) vor Jahren mit der A-Jugend um den deutschen Meistertitel, hier gegen den TV Großwallstadt. Foto: PZ-Archiv/Gössele
14.02.2019

Handball-Drittligist TGS Pforzheim holt Bundesligaspieler Max Schwarz

Pforzheim. Mit einer hochkarätigen Neuverpflichtung für die kommende Saison meldet sich die TGS Pforzheim zu Wort. Maximilian Schwarz wird vom Erstligisten SG BBM Bietigheim zum Pforzheimer Drittligisten wechseln. Schwarz ist in der Region kein Unbekannter. Er stammt aus Oberderdingen und spielte in der Jugend lange für die SG Pforzheim/Eutingen.

Vom damaligen Zweitligisten HSG Konstanz wechselte der 25-jährige und 1,92 Meter große Linkshänder kurz vor Beginn der aktuellen Saison 2018/19 zum Erstligisten Bietigheim, als bei den Schwaben verletzungsbedingt im rechten Rückraum Handlungsbedarf bestand.

Als D-Jugendlicher begann Schwarz seine Handballlaufbahn im Heimatort Oberderdingen, spielte von der C- bis zur A-Jugend bei der SG Pforzheim/Eutingen, mit der er 2012 Süddeutscher Meister der A-Jugend wurde.

Seine Laufbahn im Herrenbereich begann er beim TV Bretten. Auf der Suche nach sportlichen Herausforderungen ging es 2015 zu den Rhein-Neckar-Löwen und 2017 an den Bodensee zur HSG Konstanz in die zweite Liga. Gerne erinnert er sich sein erstes Erstligator in Leipzig, einen Torerfolg vor 10.000 Zuschauern beim THW Kiel und an den Tag, als er in der HBL zum halbrechten Spieler der Woche gewählt wurde, nachdem er im Heimspiel gegen TuSEM Essen achtmal erfolgreich war.

Wolfgang Taafel ist froh über die Verpflichtung. „Ich habe mich schon mehrmals um Max bemüht, das erste Mal, als Max gerade in den Herrenbereich kam, also vor sieben Jahren“, berichtet der Handball-Abteilungsleiter der TGS. „Jetzt hat es geklappt und wir sind überzeugt, dass er unserer TGS sowohl in der Defensive als auch als torgefährlicher Rückraumspieler helfen wird, in der kommenden Saison ein gewichtiges Wort im oberen Bereich der Tabelle mitzusprechen“.

„Für mich ist es wichtig, dass ich in einem intakten Mannschaftsgefüge Verantwortung übernehmen kann und wir als Team erfolgreich sind“, freut sich Max Schwarz über die neue Herausforderung. „Die TGS spielt richtig guten und attraktiven Handball und ich sehe da durchaus sportliche Perspektiven.“ Am vergangenen Samstag habe er sich das Spiel der TGS gegen seinen ehemaligen Verein HSG Konstanz angeschaut: „Das Spiel und die Stimmung in der Halle waren super, ich freue mich riesig, hier in der kommenden Saison spielen zu dürfen.“

Dass er als Drittligaspieler mehr Zeit für das Sportmanagement-Studium in Stuttgart hat, kommt Max Schwarz ebenfalls entgegen. „Außerdem habe ich hier in Pforzheim viele Freunde, hier ist meine Heimat“, sagt er.

Nächstes TGS-Heimspiel gegen VTZ Saarpfalz

Wirksamer als mit dem Coup gegen Spitzenreiter HSG Konstanz hätte Handball-Drittligist TGS Pforzheim die Werbetrommel für die erneute Hausaufgabe am morgigen Samstag (19 Uhr, Bertha-Benz-Halle) kaum rühren können. Gegner ist diesmal VTZ Saarpfalz, eine bisher noch eher unbekannte Größe.

Mit den Aufsteiger aus der Westpfalz stellt sich eine Multi-Kulti-Truppe vor, die mit Macht um eine zweite Saison in der 3. Liga kämpft und die durch den zuletzt verbuchten Sieg im Kellerduell gegen den TVS Baden-Baden zusätzliche Motivation erhalten hat. Dass mit den Saarpfälzern nicht gut Kirschen zu essen ist, wissen die Wartberger vom Vorrundenmatch in der Zweibrücker Westpfalzhalle her, in der man sich nach einer einstündigen Auseinandersetzung 27:27 trennte. Der Ausgleich gelang den Gastgebern dabei in der Schlusssekunde durch den zehnfachen Torschützen Tim Paetow, der auch schon Zweitligaerfahrung gesammelt hat. Ob Andrej Klimovets auch gegen ihn, wie jüngst gegen den Konstanzer Torjäger Kaletsch, eine Sonderbewachung anordnet, bleibt abzuwarten.

„Es war wichtig, zu zeigen, dass wir mit den Spitzenmannschaften mithalten können“ hat Wolfgang Taafel nach dem Kraftakt gegen den Tabellenführer postuliert. Es wird aber auch wichtig sein, am Samstag die gleiche Energie und Willensstärke gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte abzurufen. Zu Platz sechs, der zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigt, fehlt Florian Taafel & Co. lediglich ein Zähler. Aber auch Tabellenplatz zwei liegt bei drei Punkten Differenz in Reichweite.