760_0900_88068_MR5_1644_jpg_Florian_TAAFEL_5_PF_Han_VOeL.jpg
Auf harte Gegenwehr muss sich die TGS um Kapitän Florian Taafel auch im Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Heilbronn einstellen.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

Handball-Drittligist TGS Pforzheim macht Jagd auf Spitzenreiter

Pforzheim. Nach der Galavorstellung gegen Salamander Kornwestheim hatte der Anhang der TGS Pforzheim von ihren „Roten“ aus den beiden Gastspielen bei der HSG Konstanz beziehungsweise bei der VTZ Saarpfalz etwas mehr als nur einen Zähler erwartet.

Bei der HSG Konstanz, die mit starkem Kader die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga anpeilt, kann man verlieren, beim Aufsteiger in der Saarpfalz scheint dann aber doch der letzte Pepp gefehlt zu haben. Grund genug, am Samstag zuhause gegen den TSB Horkheim wieder in die Vollen zu gehen, denn mit den Heilbronnern stellt sich in der Bertha-Benz-Halle (19.00 Uhr) die derzeit wohl stärkste Vertretung der Südgruppe der 3. Bundesliga vor. Mit sechs Siegen in Folge ist der Turn- und Sängerbund aus Horkheim so erfolgreich wie nie in eine Saison gestartet und das heißt schon einiges, denn die Unterländer, die in den letzten acht Jahren nicht weniger als fünf Mal die Vizemeisterschaft in Liga 3 feierten, zählen zu den Urgesteinen der Liga.

Auch zur neuen Saison wird von Horkheim wieder ein Spitzenplatz anvisiert, obwohl man mit Spielmacher Florian Möck und Kreisläufer Alexander Schmid zwei der Leistungsträger an den VfL Pfullingen verlor. Mit Rückkehrer Sven Grathwohl (HC Oppenweiler/Backnang) im Tor, Jugendnationalspieler Linksaußen Felix Weißer (FA Göppingen), Rückraummitte Marcel Rieger (TV Plochingen) und den beiden Kreisläufern Frank Eisenhardt (TSF Ditzingen) sowie Niklas Matusik (eigene Jugend) kam aber mindestens genau so viel Qualität dazu. Auf der Trainerbank sitzt jetzt wieder der 50-jährige Volker Blumenschein, der schon von 2006 bis 2013 mit großem Erfolg bei den Hunters gearbeitet hatte und der die Liga auch durch seine nachfolgende Tätigkeit beim Oppenweiler/Backnang bestens kennt. Eine kompromisslose 6:0- Abwehr vor Torwart-Idol Grathwohl und Nachwuchstalent Linus Mathes sowie ein dynamisches Laufspiel sind die Erfolgsgaranten der Hunters; die mit bisher 191 Treffern auch den torhungrigsten Angriff der Liga stellen.

Also beste Voraussetzung, dass am Samstag wieder ein Highlight und wohl auch wieder ein Krimi über die Bühne geht. Keine Frage, dass TGS-Coach Andrej Klimovets, der seinen kompletten Kader aufs Parkett schicken kann, die Hunters diesmal von den Jägern zu den Gejagten machen will.