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So feierte die Mannschaft der TGS Pforzheim nach dem letzten Heimspiel der Saison eine außerordentlich erfolgreiche Spielrunde.  Foto: Becker 
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Erneut bester Torschütze der TGS: Marco Kikillus.  Foto: Becker 
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Der neue Trainer: Michael Rost.  Foto: Ripberger 

Handball-Drittligist TGS Pforzheim vor Neustart nach einer super Saison

Pforzheim. Seit sechs Jahren spielt die TGS Pforzheim in der 3. Handball-Bundesliga. Am Ende der abgelaufenen Saison feierte man den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Platz vier, punktgleich mit den Perspektivmannschaften der Rhein-Neckar Löwen und Balingen-Weilstetten.

Platz zwei hinter Meister HSG Konstanz verpasste man nur aufgrund des direkten Vergleichs.

Die 2. Liga wird zum Thema

Was soll jetzt noch kommen? Eigentlich hieße der nächste Schritt nach vorne 2. Bundesliga. Wolfgang Taafel, der Mann der bei der TGS die Fäden zieht, atmet bei dieser Frage tief durch – und lächelt. „Klar, gedanklich befasst man sich schon mal etwas ernsthafter mit diesem Thema. Aber das wäre hier in Pforzheim unter den Rahmenbedingungen ein gewaltiger Kraftakt“, betont der Handball-Abteilungsleiter. Im Urlaub will er noch einmal in aller Ruhe darüber nachdenken. Man darf gespannt sein, mit welchen Zielen die TGS dann in die neue Spielrunde gehen wird. Sicher hingegen ist seit geraumer Zeit, dass die erfolgreiche Ära Andrej Klimovets zu Ende ist. Für den Handball-Weltmeister von 2007, der sieben Jahre – davon sechs als Trainer – bei der TGS verbrachte, wird in der neuen Runde Michael Rost das Zepter schwingen. Rost war 2016/17 und 2017/2018 Co-Trainer von Andrej Klimovets – zuvor mehrere Jahre Jugendtrainer. Der Ingenieur aus Ispringen kennt die TGS also aus dem Effeff. Assistiert wird der 53-Jährige von Florian Taafel, dem Kapitän der TGS, der längerfristig auch als Trainer im Handball Fuß fassen möchte, jetzt aber noch einmal als spielender Co-Trainer Vollgas geben möchte.

Michael Rost tritt in große Fußstapfen, ist aber ein ganz anderer Typ als Klimovets. Zu seinem Trainerstab zählen künftig neben Florian Taafel auch Timo Hufnagel, Michael Wysokinski (Athletiktrainer) und Anna Wysokinska als Torwarttrainerin. „Michael Rost und Florian sind beide sehr intelligent. Ich bin überzeugt davon, dass sie das Optimum aus diesem Kader herausholen werden“, ist Wolfgang Taafel überzeugt.

Neuzugänge und Abgänge

Neu in diesem Kader sind die beiden Rückraumspieler Nikolai Gerstner (kommt von der SG Pforzheim/Eutingen) und Maximilian Schwarz (vom Bundesligisten SG BBM Bietigheim). Vor allem von Schwarz, einem Linkshänder mit enormer Wurfkraft, wird allerhand erwartet. Bei Nikolai Gerstner muss man abwarten, ob er seine Knieprobleme in den Griff bekommt.

Von den Abgängen war nur Maris Versakovs ein absoluter Leistungsträger. Insofern dürfte sich das Leistungsvermögen der Mannschaft kaum verändert haben.

Große Hoffnung setzt man bei der TGS weiterhin auf den eigenen Nachwuchs. Mit Finn Malolepzy und Manuel Blum sollen zwei Eigengewächse, beides Rückraumspieler, weiter an die erste Mannschaft herangeführt werden. Sehr angetan war Wolfgang Taafel vergangene Saison von einem weiteren Eigengewächs: „Fabian Dykta hat sich auf Linksaußen unheimlich gut entwickelt und einen großen Sprung nach vorne gemacht. Das freut einen ganz besonders.“

Trainingsauftakt für die TGS ist am 1. Juli, dem 33. Geburtstag von Florian Taafel. Erster Saisonhöhepunkt wird die erste Runde im DHB-Pokal sein, die Anfang Juni ausgelost wird. Die TGS will sich als Ausrichter für eines der Viererturniere bewerben. Termin ist das Wochenende 17./18. August. Der TGS wird auf jeden Fall ein Erstligist zugelost werden.