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Einen Erfolg im Heimspiel gegen die „Junggallier“ von der Alb im Visier hatte die TGS Pforzheim mit Neuzugang Patrick Zweigner.  Foto: Hennrich, PZ-Archiv 

Handball-Drittligist TGS Pforzheim vor schwerer Aufgabe gegen Balingen/Weilstetten II

Pforzheim. In der 3. Handball-Bundesliga hat die TGS Pforzheim am Samstag (19 Uhr, Bertha-Benz-Halle) erneut Heimrecht. Gegner ist der Tabellenzweite HBW Balingen/Weilstetten II, dessen Siegesserie am vergangenen Wochenende ebenso wie die der Wartberger abrupt riss. Es gibt also hüben wie drüben Bedarf zur Rehabilitation.

Die „Junggallier“, wie die Perspektivmannschaft von der Alb auch bezeichnet wird, hat es mit 21:36-Toren beim TSV Horkheim noch heftiger erwischt, als die Pforzheimer, die nach fünf Siegen in Folge zuhause gegen Oppenweiler/Backnang mit 29:37-Treffern fast genau so deutlich die Segel streichen mussten. Die Höhe der Niederlage warf die Frage auf, ob Balingen in Horkheim ersatzgeschwächt auflaufen musste. Dem war nicht so. Die Mannen von der Alb liefen den Horkheimern in der Anfangsviertelstunde mit 2:11-Toren voll ins Messer, danach war die Luft draußen.

In der Bertha-Benz-Halle wird also ein starker, gut ausgebildeter und vor allem auch heißer Gegner auflaufen, der seit dem Aufstieg in der Saison 2008/2009 in der Tabelle von Liga 3 zumeist ganz oben mitmischt. Weil die Chancen, über die Perspektivmannschaft den Sprung in die Erste oder derzeit Zweite Bundesliga zu schaffen, nirgends größer ist, als auf der Alb, gilt Balingen Jahr für Jahr als Magnet für hungrige Nachwuchshandballer. Zu dieser Saison ist mit Keeper Jonas Baumeister und den Rückraumwerfern Lukas Saueressig und Rene Zobel ein Trio in die derzeit in der 2. Liga auflaufende „Erste“ aufgestiegen. Mit Torwart Julian Malek vom VfL Gummersbach, Rückraumspieler Niklas Diebel vom Erstligisten Hannover-Burgdorf sowie dem slowenischen U19-Nationalspieler Tim Rozman hat man dafür unter weiteren neuen Akteure vielversprechenden und auch adäquaten Ersatz gefunden.

Deckung gefordert

Für die Wartberger bietet sich also die Chance, die enttäuschende Vorstellung gegen Oppenweiler/Backnang gegen eines der besten Drittliga-Teams zu korrigieren. Sich nach einer starken Vorrunde vom eigenen Publikum mit einer sehr guten Leistung ins neue Jahr zu verabschieden ist ein weiteres Ziel, das Florian Taafel und seine Mitstreiter motiviert. Für ein Erfolgserlebnis muss aber die gesamte Abwehr einschließlich der Keeper kompakter stehen. Und im Spiel nach vorne müssen vor allem die Männer am Kreis erfolgreicher agieren als zuletzt.