760_0900_22523_.jpg Handball-Fans schauen in die Röhre
Handball ist angesagt in Pforzheim; hier ein Fanblock der TGS Pforzheim im vergangenen Jahr beim Derby gegen die SG Pforzheim/Eutingen. Ripberger, PZ-Archiv

Handball-Fans schauen in die Röhre

Handball lockt in Pforzheim schon seit einigen Jahren mehr Zuschauer an, als Fußball – zumindest in den oberen Klassen wie 3. Liga und Oberliga Baden-Württemberg. Samstagabends sind die Hallen meist gut gefüllt.

In dieser Saison hat der neutrale Handballfan aber ein Problem. Die TGS Pforzheim (3. Liga) und die SG Pforzheim/Eutingen (BW-Oberliga) spielen fast die komplette Saison hindurch zeitgleich am Samstagabend. Zum Verdruss vieler Fans, die sich bisher gerne die Heimspiele beider Mannschaften angesehen haben.Warum ist das so? Ließ sich die Terminkolission nicht vermeiden? Das Problem ist, dass die TGS als Aufsteiger in die 3. Liga die Platzziffer eines Absteigers zugeordnet bekam. Auf diese Platzziffer hat der Verein keinen Einfluss. Sie bestimmt, an welchem Wochenende der betreffende Verein sein Heimspiel hat. Die lange Relegation in der 3. Liga machte die Vergabe der Platzziffern vor der gerade begonnenen Saison noch komplizierter. Das Ende vom Lied: TGS und SG haben ihre Heimspiele am selben Wochenende. Und weil beide traditionell ihre Hauptspielzeit am Samstagabend haben, spielen sie parallel. Die TGS wollte einige Spiele auf Sonntag verlegen. Doch das ist schwierig, wie Abteilungsleiter Wolfgang Taafel erklärt.

Ein Problem ist auch, dass sich der Deutsche Handball-Bund (zuständig für die 3. Liga) und der Süddeutsche Handball-Verband (zuständig für die BW-Oberliga) bei der Terminvergabe nicht abstimmen. Die Leidtragenden sind die Fans in Pforzheim, die in die Röhre schauen.