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Davor Sruk peilt mit der TGS den ersten Heimsieg im neuen Jahr an.  Ripberger
Davor Sruk peilt mit der TGS den ersten Heimsieg im neuen Jahr an. Ripberger
Sophia Sommerrock will mit der HSG einen guten Start hinlegen.  Hennrich
Sophia Sommerrock will mit der HSG einen guten Start hinlegen. Hennrich
21.01.2016

Handball: In den Heimspielen wird’s hoch hergehen

Mit einem Auswärtssieg bei der SG Kronau/Östringen II ist die TGS Pforzheim unerwartet erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Unerwartet schon deshalb, weil den Pforzheimern mit dem erkrankten Valentin Hörer im Kraichgau einer seiner erfolgreichsten Schützen in den Spielen vor der Winterpause fehlte. Dafür ist der junge Fabian Dykta, der die Wartberger mit fünf Treffern bis zum 16:19-Pausenrückstand noch auf Schlagdistanz hielt, zunächst ganz entscheidend in die Bresche gesprungen.

Dass die Wartberger in der zweiten Hälfte und in einem furiosen Endspurt den Rückstand dann zum Sieg drehten, war der Verdienst von Keeper Jonathan Binder und Rechtsaußen Marco Kikilllus. Der Zerberus brachte den erfolgreichsten Angriff der Liga mit zum Teil unwahrscheinlichen Reaktionen zur Verzweiflung und „sponserte“ zudem die Tempogegenstöße von Kikillus so passgenau, dass sich dieser in der zweiten Spielhälfte nicht weniger als achtmal in die Torschützenliste eintrug.

Der Sieg bei den Junglöwen hat bei der TGS das Thema Vorrücken zur Ligaspitze noch einmal ganz akut werden lassen. Man würde schon vorne mitmischen, wenn die Heimbilanz mit 8:8 Zählern nicht so mager wäre. Die 11:7 Punkte aus den seitherigen neun Auswärtsgängen sind hingegen die Bilanz einer Spitzenmannschaft.

Im Heimspiel gegen den SV Zweibrücken wollen die Mannen von Andrej Klimovets, der seine Funktion künftig in erster Linie im Coachen auf der Trainerbank sieht, dem eigenen Anhang auch einmal eine so begeisternde Vorstellung bieten, wie es in fremden Hallen fast schon Usus ist.

Ein Spaziergang wird es aber auch im Spiel mit den Saarländern schon deshalb nicht geben, weil Valentin Hörer auch am Samstag erkrankt passen muss. Einfach wird es aber auch deshalb nicht, weil der Gegner nach einem vielversprechenden Rundenstart zwischenzeitlich um eine weitere Saison in der 3. Liga bangen muss. Im ersten Heimspiel des Jahres der TGS wird es am Samstag (Anpfiff 19 Uhr) hoch hergehen. Der Verein hat für ein unterhaltsames Rahmenprogramm gesorgt. „Wir wollen den Zuschauern in der Bertha-Benz-Halle mehr als nur Handball bieten“, sagt TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. So werden die „Kieselbronner Gugge Gaiße“ mächtig für Stimmung sorgen, außerdem warten bei einer Tombola attraktive Preise auf die Zuschauer.

Ungewohnter Spielbeginn

Zur ungewohnten Zeit sonntags um 17.00 Uhr nimmt die HSG Pforzheim nach einmonatiger Spielpause gegen die HSG Freiburg die Rückrunde in der 3. Bundesliga der Frauen auf. Mit 12:10 Punkten und dem fünften Tabellenplatz weisen die Schützlinge von Matthias Cullmann ihre bisher stärkste Zwischenbilanz während ihrer nunmehr dreijährigen Zugehörigkeit auf Bundesebene vor. Trotzdem haben sich die Pforzheimerinnen einen noch erfolgreicheren Verlauf der Rückrunde zum Ziel gesetzt, vor allem die Vergleiche mit dem Spitzenquartett, die bisher ausnahmslos verlustig gingen, sollen dank des jetzt eingespielten Vorzeigerückraums Antonewitch, Ramirez, Henschel und Sommerrock erfolgreicher bestritten werden.

Gegen den Namensvetter und Tabellennachbarn aus Freiburg wird eine ähnlich umkämpfte Partie erwartet wie beim 21:20-Auswärtssieg in der Vorrunde, den Annika Henschel Sekunden vor dem Abpfiff besorgte, nachdem man im Breisgau fast die gesamte Spielzeit über in Rückstand gelegen hatte.