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Trotz einer starken Leistung von Nicolai Gerstner verlor die SG gegen Plochingen. Trost gab es hinterher für Felix Lobedank von Co-Trainer Matthias Cullmann.  Foto: Hennrich 
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Handball-Oberliga: Aufstiegszug fährt ohne SG Pforzheim/Eutingen ab

Pforzheim. Das war’s dann wohl. Die SG Pforzheim/Eutingen spielt im Rennen um die Relegationsplätze eins und zwei in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg keine Rolle mehr. Nach der 24:28 (14:13)-Heimniederlage gegen den TV Plochingen sind die Chancen auf ein Minimum gesunken. Platz eins dürfte für den TSV Blaustein reserviert sein, der fast uneinholbar an der Spitze thront. Favorit auf Platz zwei ist der TV Plochingen, der am Samstagabend in der Bertha-Benz-Halle eindrucksvoll demon-strierte, dass er bereit ist für das Aufstiegsrennen.

„Keine Hoffnung mehr“

„Die Relegation ist erledigt. Ich habe keine Hoffnung mehr“, sagte SG-Vorsitzender Jörg Lupus nach der Niederlage seiner Mannschaft. Man habe in der Schlussphase des Spieles zu viele Fehler gemacht und da auch die nötige Cleverness vermissen lassen.

Erneut wurde deutlich, dass man im Kräfte zehrenden Saisonendspurt die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle nicht kompensieren kann. In der entscheidenden Phase der Partie fehlten bei den Leistungsträgern der SG, die fast durchspielten, Kraft und Konzentration. Denn in der 54. Minute war beim Stande von 24:24 noch alles möglich. Doch dann schlichen sich viele leichte Fehler ein und Plochingen nutzte dies eiskalt aus. Vor allem der Oberliga-Toptorschütze Lukas Fischer war von der Deckung der Einheimischen nie zu kontrollieren.

Zu den Spielern, denen am Ende die Körner fehlten, zählte auch Nicolai Gerstner. Nach seiner langen Verletzungspause war er erst zum zweiten Mal wieder voll dabei und machte ein gutes Spiel. Plochingens Trainer Daniel Brack zeichnete ihn deshalb auch als besten Spieler auf Seiten der SG aus. Mit einer Energieleistung hatte Gerstner das 24:24 erzielt. „Aber dann haben wir nichts mehr auf die Platte gebracht“, ärgerte sich der Rückraumspieler. Die SG Pforzheim/Eutingen begann sehr konzentriert, stand in der Deckung sicher, wo mit Ingo Catak ebenfalls ein Rekonvaleszent eingesetzt wurde, dem am Ende der Sprit ausging. Nach der Pause drehte Plochingen die Führung rasch und drohte davonzuziehen. Doch die SG zeigte Moral und kämpfte sich noch einmal heran – um dann doch mit leeren Händen dazustehen.

„Der Sieg ist vielleicht um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir haben zwei Klassen besser gespielt als bei der Niederlage in Steißlingen. Doch Plochingen war am Ende einfach zu gefestigt, um den Sieg noch aus der Hand zu geben“, lautete das Fazit von SG-Trainer Alexander Lipps.