760_0900_90003_Tim_Kusch_1.jpg
Überragend: Tim Kusch (Mitte) hatte als elffacher Toschütze großen Anteil am Sieg der SG gegen Steißlingen.  Foto: Becker 

Handball-Oberliga: Mit elf Kusch-Toren holt SG Pforzheim/Eutingen den Sieg

Endlich! Nach zuvor vier Heimniederlagen haben die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen den ersten Erfolg in der Bertha-Benz-Halle geschafft. Mit 29:24 (11:11) setze sich das Team von Trainer Alexander Lipps in der Oberliga Baden-Württemberg gegen TuS Steißlingen durch. Auffälligster Spieler war der junge Tim Kusch, dem elf Treffer gelangen.

Die Pforzheimer hatten sich viel vorgenommen, schließlich galt es den ersehnten ersten Heimerfolg unbedingt einzufahren. So begannen die Lipps-Schützlinge recht forsch und mutig. Nach 14 Minuten stand es verdientermaßen 5:1 für die Hausherren.

Gegner zunächst lange ohne Tor

Vor allem die oft anfällige Defensive spielte zunächst ohne Fehl und Tadel und wurde überhaupt erst in der 12. Minute zum ersten Mal bezwungen. Die SG begegnete den anstürmenden Steißlingern sehr körperbetont und tat sich dabei erstaunlich leicht. Das Spiel des Gegners war von Fehlwürfen und Unsicherheiten geprägt.

Zwar fanden die Gäste aus der Bodenseeregion noch besser ins Spiel. Sie hatten dem gut stehenden Defensivverbund aber erst über 20 Minuten wenig entgegenzusetzen.

SG verspielt Vorsprung

Doch ab der 23. Spielminute spielten die Gäste groß auf und drehten das Spiel vorerst – aus einem 10:5 wurde ein 10:11. Von der Anfangssouveränität der Heimmannschaft war nichts mehr zu spüren – dafür die Verunsicherung groß. Ein ums andere Mal kamen die schnellen Tempogegenstöße der Steißlinger durch. Immerhin schaffte Rechtsaußen Kusch vor der Pause in der letzten Sekunde den 11:11-Ausgleich.

Die große Frage während der Pause lautete: Spielt die SG weiter wie in den ersten 20 Minuten oder sind die Spieler durch die vielen Gegentreffer kurz vor der Halbzeit so verunsichert, dass nichts mehr zusammenläuft? Auf diese Frage gab vor allem der treffsichere Kusch eine Antwort. Mit ihm an vorderster Front spielte die SG weiter mutig nach vorne. Neben Kusch zeigte sich auch Manuel Mönch, der sechs Tore beisteuerte, treffsicher.

Mile Matijevic hält stark

Auch das Zusammenspiel zwischen der SG-Defensive und dem eigenen Torwart Mile Matijevic klappte hervorragend. Matijevic bewies mit tollen Paraden seine Klasse. So verwunderte es kaum, dass die Gäste im zweiten Durchgang nicht mehr in Führung gingen. Die SG gewann letztlich mit fünf Toren Unterschied – und das verdient. Die zehn schwachen Minuten waren am Ende vergessen.

Elf-Tore-Mann Kusch war geradezu euphorisch: „Heute haben wir unsere Auswärtsstärke auch mal daheim abrufen können. Können wir das weiterhin, dann ist unser Aufstiegsziel wahrscheinlich noch zu schaffen.“